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Auf diesem Bild, das aus einem Video von Nasa-TV erstellt wurde, wird die Falcon-9-Rakete von Space X mit den Nasa-Astronauten Hurley und Behnken in der Besatzungskapsel “Crew Dragon” im Kennedy Space Center in Cape Canaveral zum Start vorbereitet. Quelle: Uncredited/NASA TV via AP/dpa

SpaceX-Start abgesagt: 17 Minuten vor dem Take-off

Eine historische Mission wird abgesagt – zumindest für den Moment. Das Wetter macht einen Start der Falcon 9 zu gefährlich. Am Samstag soll der nächste Versuch unternommen werden.

Der historische Start der SpaceX-Mission ist abgesagt. Zu schlechtes Wetter in Cape Canaveral (Florida) verhinderte einen gefahrlosen Lift-off der Falcon-9-Rakete von Elon Musk. Rund eine Viertelstunde vor dem geplanten Start wurde der Test am Mittwoch vorerst abgesagt, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Über dem Weltraumbahnhof waren dunkle Wolken zu sehen und es regnete. Der Wettervorhersage zufolge hatte die Chance auf einen Start zuvor bei 60 Prozent gelegen, wie die Nasa mitgeteilt hatte. Ein nächster Startversuch könnte am Samstag stattfinden.

Die Nasa hat erstmals eine Privatfirma damit beauftragt, Astronauten ins All zu fliegen und damit gleichzeitig eine lange Durststrecke zu beenden. Denn seit der Einstellung des Space-Shuttle-Programms 2011 waren keine Astronauten mehr von amerikanischem Boden aus ins All gebracht worden. In den vergangenen Jahren hatte die Nasa viel Geld für Plätze in russischen Sojus-Kapseln zahlen müssen, die von Kasachstan aus starten.

Die beiden erfahrenen Raumfahrer Doug Hurley (53) und Bob Behnken (49) saßen bereits im Cockpit, als der Start abgebrochen wurde. “Bob und Doug sind die Ruhe selbst”, hatte Nasa-Chef Jim Bridenstine zuvor über die beiden gesagt. “Sie freuen sich total darauf zu fliegen.” Er selbst sei ein wenig nervös und emotional, räumte der Nasa-Chef ein.

SpaceX-Absage vor den Augen von Donald Trump

Das Unternehmen von Musk hatte in den vergangenen Jahren für die Nasa schon zahlreiche Versorgungsflüge zur ISS unternommen, aber noch nie einen bemannten Flug. Genutzt wurde für den Start die gleiche Plattform in Cape Canaveral, von der einst auch Astronauten zum Mond geflogen waren und von der 2011 auch das letzte Spaceshuttle gestartet war – mit Hurley als Piloten.

Die Nasa hatte darauf gedrungen, trotz der Coronavirus-Pandemie an dem Starttermin am Mittwoch festzuhalten. Sie rief aber Schaulustige auf, zu Hause zu bleiben. Stunden vor dem Start hatten sich allerdings an der Straße bei Cape Canaveral bereits zahlreiche Autos und Wohnmobile für die besten Plätze in Position gebracht. Unter anderem kamen auch Präsident Donald Trump und sein Vize Mike Pence ins Kennedy Space Center, um den Start zu beobachten – vergeblich.

RND/ka/dpa/AP