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Cape Canaveral: Die NASA-Astronauten Douglas Hurley (l), und Robert Behnken verlassen das Betriebs- und Kassengebäude von Neil A. Armstrong auf dem Weg zur Startrampe 39-A im Kennedy Space Center. Quelle: John Raoux/AP/dpa

Rätsel um dritten Passagier: Plüschdinosaurier startet mit Space-X-Rakete ins All

Nach langer Pause starteten am Samstag erstmals wieder Raumfahrer aus den USA zur Internationalen Raumstation. Doch außer den beiden Astronauten befand sich noch ein dritter Passagier aus Plüsch an Bord – der eine entscheidende Rolle spielte.

Erstmals seit neun Jahren sind wieder Astronauten aus den USA zur Internationalen Raumstation (ISS) aufgebrochen. Am Samstagabend starteten die beiden US-Amerikaner Robert Behnken und Douglas Hurley mit einer Falcon-9-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral.

Den Start verfolgten Millionen Menschen weltweit im Fernsehen und über den Livestream der Raumfahrtbehörde Nasa. Während die beiden Astronauten in ihre Sitze gedrückt wurden, schwebte im Inneren der Kapsel plötzlich ein Stofftier durchs Bild.

Wichtiger Indikator für Schwerelosigkeit

Dabei handelt es sich keineswegs um einen Einzelfall. Schon seit Jahren nehmen Astronauten auf ihren Flügen in den Weltraum Stofftiere mit an Bord. Die Erklärung dafür ist denkbar einfach: Sobald die Raumkapsel in die Null-G-Sphäre eintaucht und Schwerelosigkeit erreicht, beginnt das Stofftier zu schweben.

Bei einem Testflug der Drachenkapsel im März befand sich eine kleine Plüscherde mit an Bord. Space-X-Gründer Elon Musk teilte den Bildbeweis sogleich auf Twitter.

Dinosaurier-Stofftier stiehlt Astronauten die Show

Auch der paillettenbesetze Plüschkollege in der Drachenkapsel hatte eine wichtige Funktion: Er war der Indikator dafür, dass die Raketenkapsel das Gravitationsfeld der Erde verlassen hatte. Ab diesem Zeitpunkt können sich die Raumfahrer im Inneren der Kapsel bewegen – vergleichbar mit dem Erlöschen der Anschnallzeichen im Flugzeug.

Ein Dinosaurier im Weltall ist übrigens kein Novum: Bereits 2013 nahm US-Astronautin Karen Nyberg ein solches Plüschtier mit auf Reisen. Deshalb ist es wenig verwunderlich, dass ihr Ehemann Douglas Hurley ebenfalls in Begleitung eines Dinos ins All startete. Den Namen des dritten Passagiers legten die beiden Söhne der Astronauten fest: Sie entschieden sich für Tremor.

RND

 

Von Michèle Förster/RND