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Am 20. September 2019 ist Weltkindertag.

Wann ist Weltkindertag? Und warum gibt es den Kindertag zweimal?

In Deutschland gibt es einen neuen gesetzlichen Feiertag, den Weltkindertag am 20. September. Allerdings nur in einem Bundesland. Gefeiert wird der Tag aber auch in anderen deutschen Städten.

Hannover. Der Weltkindertag wurde ins Leben gerufen, um die besonderen Rechte und Bedürfnisse von Kindern auf der ganzen Welt zu stärken. Zu den Schwerpunkten gehören Themen wie Kinderschutz und Kinderpolitik.

In Deutschland wird er insbesondere durch das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF mit zahlreichen Aktionen, Kundgebungen und Festen in vielen Städten gefeiert. In Köln etwa steigt das Weltkindertag-Fest, bei dem über 60 Kinder- und Jugendinitiativen ein buntes Programm für Kinder und Familien anbieten.

Wann ist Weltkindertag 2020?

Am 21. September 1954 empfahl die UNO ihren Mitgliedsstaaten die Einführung eines weltweiten Aktionstages zur Förderung von Kinderrechten. Die Bundesrepublik entschied sich dafür, den Weltkindertag auf den 20. September zu legen. Auch der diesjährige Weltkindertag findet in Deutschland am 20. September 2020 statt.

Weltkindertag in den kommenden Jahren

2021 – Montag, 20. September 2022 – Dienstag, 20. September 2023 – Mittwoch, 20. September 2024 – Freitag, 20. September 2025 – Samstag, 20. SeptemberWo ist der Weltkindertag ein gesetzlicher Feiertag?

Zwar gibt es den Weltkindertag schon lange, jedoch ist er bisher ausschließlich in Thüringen ein gesetzlicher Feiertag – und das erstmals 2019. Dort haben nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Arbeitnehmer einen freien Tag.

Abseits dessen wird der Weltkindertag in knapp 145 weiteren Ländern auf der ganzen Welt gefeiert, um auf die Bedürfnisse und Rechte von Kindern aufmerksam zu machen. Ganz typisch für diesen Tag sind daher auch politische Aktionen und Demonstrationen.

Neuer Feiertag in Thüringen: Weltkindertag am 20. September

Ab letztem Jahr haben die Thüringer einen weiteren Tag frei, denn seit 2019 wird der Weltkindertag am 20. September erstmals im Freistaat als gesetzlicher Feiertag gefeiert. Der Feiertag sei kein Wahlkampfmanöver, wie die Opposition meine, sondern mache Thüringen familienfreundlicher, sagte die SPD-Abgeordnete Birgit Pelke. Es gehe darum, Kinder als Zukunft der Gesellschaft zu würdigen und Familien angesichts der Arbeitsverdichtung einen zusätzlichen freien Tag mit ihren Kindern zu ermöglichen.

Den Weltkindertag gibt es abseits dessen bereits länger – er geht aus dem Jahrestag des Beschlusses der Vereinten Nationen über die Kinderrechtskonvention von 1989 hervor.

Wie sinnvoll ist ein neuer Feiertag in Thüringen?

Der vom Landtag beschlossene Feiertag stößt nicht überall auf positive Meinungen. Denn zwar würden Kinder und ihre Rechte stärker in den Fokus gerückt, wirtschaftlich betrachtet sind jedoch Einbußen zu befürchten. Die Regierungskoalition begründet ihre Entscheidung unter anderem so:

„Damit ist ein Feiertag geschaffen, der uns an die Kinderrechte erinnert. Es gibt ein Recht auf eine behütete Kindheit“, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Dirk Adams. Der Innenpolitiker der Linken, Steffen Dittes, sagte: „Wir können uns diesen Feiertag leisten.“ Innenminister Georg Maier (SPD) sagte: „Wir sind auch dafür da, den Menschen Gutes zu tun.“

Die Industrie- und Handelskammer Erfurt warnt laut MDR Thüringen vor einem Produktionsausfall von rund 70 Millionen Euro thüringenweit. Kritisch wird der neue Feiertag auch von der Opposition, also CDU und AfD, betrachtet.

Warum gibt es den Weltkindertag zweimal?

Streng genommen gibt es zwei Kindertage pro Jahr. Denn neben dem Weltkindertag am 20. September wird am 1. Juni außerdem der Internationale Kindertag gefeiert. Dieser war vor allem in der DDR ein großes Ereignis und wird auch heute noch in vielen ostdeutschen Bundesländern mit Programmen und Festen gefeiert.

Gesetzliche Feiertage in Thüringen im Überblick Neujahr Karfreitag Ostermontag 1. Mai Christi Himmelfahrt Pfingstmontag Weltkindertag Tag der Einheit Reformationstag 1. Weihnachtsfeiertag 2. Weihnachtsfeiertag

dpa/do