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Beherrschendes Thema diese Woche im Lokal-Ressort Land: Die Kreistagsentscheidung zum Bau der Arena Lüneburger Land. Foto: phs Die Bilder sind honorarpflichtig und unterliegen nicht dem Erstverwertungs-, bzw. dem Exklusivrecht.

Was diese Woche wichtig wird: Erinnerungskultur, Buchwoche, Lokalderby

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Lokales Stadt: Wie soll Lüneburg mit der eigenen Geschichte umgehen, insbesondere mit den dunklen Kapiteln? Diese Frage bestimmt schon das ganze Jahr die öffe ntliche Diskussion, seit sich der damalige Bürgermeister Dr. Gerhard Scharf (CDU) in einem Video gegenüber einem rechten Blogger relativierend über Kriegsverbrechen geäußert hatte. Die monatelange Debatte in der Politik mündete in einem Beteiligungsprozess, der in der kommenden Woche nun richtig beginnt. Bei einem „Forum Erinnerungskultur“ am 10. November können alle, die ein Interesse am Thema haben, darüber diskutieren, wie die Aufarbeitung der Lüneburger Kriegs- und Nachkriegsgeschichte in Zukunft am besten von der Stadt, den Institutionen sowie den Bürgern gestaltet werden kann.

Lokales Land: Der Lüneburger Kreistag trifft heute, Montag, eine Entscheidung, auf die viele Menschen in der Region schon seit zwei Jahren warten. Beschließen wollen die 58 Abgeordneten darüber, ob die Arena Lüneburger Land gebaut wird, oder nicht. Damit verknüpft ist einerseits die Zukunft der Bundesliga-Volleyballer der SVG Lüneburger, die seit Jahren auf eine wettkampfgerechte Halle warten. Diese ist nötig, damit der Spitzensport weiter ein Zuhause in Lüneburg hat. Anderseits fehlt in Stadt und Kreis derzeit ein Ort für Kulturveranstaltungen mit 1000 Zuschauern und mehr. Auch diese Lücke könnte mit der Arena geschlossen, prominentere Musiker und Künstler wieder nach Lüneburger geholt werden. 14,4 Millionen Euro ohne Steuern plus Grundstückspreis sind für den Arena-Bau veranschlagt. Zu viel, sagen Kritiker. Gleichwohl sieht es derzeit nach einer Mehrheit für den Bau aus. Die Sitzung beginnt um 16 Uhr in der Ritterakademie.

Kultur: Das Lüneburger Krimifestival ist vorüber, aber es läuft schon ein weiteres Fest für Leser, die Bienenbütteler Buchwoche. Die Buchhandlung Patz und der Merlin Verlag haben zum neunten Mal kleine, unabhängige Verlage eingeladen. Kennenzulernen ist Literatur jenseits der Bestsellerlisten, auch wenn kleine Verlage nichts dagegen hätten, jemanden ihrer AutorInnen dort zu finden. Viele Verlage haben sich auf Nischen spezialisiert, etwa der Gmeiner Verlag, der heute um 19.30 Uhr im Edendorfer Gasthaus Zur Eiche unter anderem seine Regionalkrimi-Reihe präsentiert – mit Kathrin Hanke und Claudia Kröger, die Lüneburg-Krimis wie „Mord-heide“ schreiben.

Sport: Hier geht es um mehr als nur um drei Punkte in der Fußball-Landesliga. Der MTV Treubund empfängt am Samstag um 14 Uhr die SV Eintracht zum Ortsderby im Sportpark Uelzener Straße. Turner und Hasenburger pflegen eine Hassliebe, schenkten sich in der Regel nichts. Nachdem in der Vorsaison Hin- und Rückspiel jeweils 0:0 endeten, könnte es diesmal wieder einige Tore geben. Die Eintracht spielt unter ihrem neuen Coach Christopher Hehl deutlich offensiver und kann, auch wenn die Anfahrt nur ein paar hundert Meter lang ist, auf den Auswärtsvorteil hoffen – beide Rivalen sammelten auswärts bisher deutlich mehr Punkte als zu Hause.

Politik: Bestimmendes Thema dieser Woche werden die Kongresswahlen in den USA, die Midterm-Elections. Am 6. November werden die Abgeordneten des Repräsentantenhauses sowie ein Drittel des Senats neu gewählt. Bislang hält die Partei der Republikaner in beiden Kammern die Mehrheit. Die Abstimmung gilt als wichtige Bewährungsprobe für den republikanischen US-Präsidenten Donald Trump. Verliert er bei den Midterm-Elections in beiden oder in einer der beiden Kammern, wird für ihn das Regieren in seiner verbleibenden Amtszeit deutlich schwerer.
29 Zugleich finden auch Gouverneurswahlen in einer Reihe von Bundesstaaten statt. Zu den Wahlen wird es umfangreiche Vorberichte, Analysen und Kommentare geben.

■ Digital: Die Heide-Wendland-Filmklappe geht auf die Zielgerade. Die Preisverleihung des kommunalen Filmfestivals für Schülerinnen und Schüler der fünf Landkreise Harburg, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen und Heidekreis findet am Dienstag, 6. November, um 10.30 Uhr im Filmpalast statt. Jedes Filmteam erhält neben den Preisen eine schriftliche „Kritik“ über seine Filmarbeit. Die Kreativität der Kinder und Jugendlichen kennt keine Grenzen: Sie verwendeten bei ihren Produktionen diverse Genres wie Lege- und Zeichentrickfilme, Pixilationen, Dokumentarfilme, Horror-, Fantasy- und Spielfilme. Die LZ ist seit Jahren als Kooperationspartner dabei und unterstützt das Projekt, unter anderem werden die erstplatzierten Siegerfilme auf www.LZplay.de zu sehen sein.

5 Kommentare

  1. Ein einseitigerer, manipulativ parteiischerer Reklameappell zugunsten des Arena-Schwachsinns wie der oben unter dem Stichwort „Lokales Land“ erschienene, lässt sich für eine „unabhängige“ Zeitung gar nicht denken!

    Woher wissen die LZ-Redakteure, dass „viele Menschen in der Region schon seit zwei Jahren“ auf die Kreistagsentscheidung warten? Trifft es wirklich zu, dass „die Zukunft der Bundesliga-Volleyballer der SVG Lüneburger, die seit Jahren auf eine wettkampfgerechte Halle warten“, mit der „Arena“ verknüpft ist? Und ist DIESE tatsächlich „nötig, damit der Spitzensport weiter ein Zuhause in Lüneburg hat“? Hätte nicht gereicht die Gellersen-Halle aufzustocken? Und wieviele Menschen im Kreis nehmen Überhaupt von diesem „Spitzenrandsport“ Notiz? Wer sagt, dass „in Stadt und Kreis derzeit ein Ort für Kulturveranstaltungen mit 1000 Zuschauern und mehr“ fehlt? Herr Klaus Hoppe? Liegen Zahlen und Schätzungen vor? Gibt es eine Bedarfsanalyse von einem vereidigten Gutachter? Dass „14,4 Millionen Euro ohne Steuern plus Grundstückspreis für den Arena-Bau veranschlagt“ sind, besagt nicht viel. Für den Libeskind-Bunker waren rund 58 Millionen Euro „veranschlagt“. Heute wissen wir, dass wahrscheinlich nicht einmal 150 Millionen reichen werden. Und die Arena wird mit den notwendigen Verkehrsertüchtigungen Am Alten Schlachthof die 30 Millionen touchieren. Da mache sich niemand Illusionen! Woher weiß die LZ, dass „es gleichwohl derzeit nach einer Mehrheit für den Bau aussieht“? Ratsdame Scherf hatte die Chefredaktion der LZ daran erinnert, wie besinnungslos die Stadt- und Kulturredaktion ihrer Zeitung bis vor kurzem noch für das katastrophal weit hinter allen Erwartungen und Versprechungen zurück gebliebene Audimax geworben hatte.

    Wieso lehnen dieselben Redakteure, die ihre „Fehleinschätzungen“ in der Bockelberger Betonpanzer-Sache neuerdings kleinlaut einräumen, sich heute für das nächste Millionen Euro-Grab aus dem Fenster, das – schnell, schnell, schnell! – auf der Vrestorfer Heide ausgehoben werden soll?

  2. Hans-Herbert Jenckel twittert heute Vormittag um 10.14 Uhr: „Wie kann man im Lüneburger Kreistag die Kosten für eine Halle, die jetzt gebaut wird, mit denen für eine Elbbrücke verknüpfen, die, wenn überhaupt, in 6-8 Jahren (Landrat Nahrstedt) Baubeginn hat? Herr Pols, bitte melden. Einzige Gemeinsamkeit: beides wird immer teurer.“

    Kann mir jemand diese Frage erklären?

    Der NDR benachrichtigte gestern: „Der Lüneburger Kreistag hat am Montagabend dem Bau der Arena Lüneburger Land mit großer Mehrheit zugestimmt. Der Beschluss soll aber erst dann gültig werden, wenn klar ist, ob der Kreis von einem Vorsteuerabzug von 2,5 Millionen Euro profitieren kann. Lehnt das Finanzamt dies ab, würden die Kosten für die Arena von 14,5 auf 17 Millionen Euro steigen. In diesem Fall will der Kreistag neu über den Bau der Sport-und Veranstaltungshalle beraten.“ (Vgl.: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Lueneburg-17-Millionen-Euro-fuer-neue-Arena,aktuelllueneburg854.html)

    1. Woher weiß Herr Jenckel, „dass die Halle jetzt gebaut wird“? Kennt er den Bescheid des Finanzamtes?

    2. Was heißt es, „im Lüneburger Kreistag die Kosten für eine Halle … mit denen für eine Elbbrücke zu verknüpfen, die, wenn überhaupt, in 6-8 Jahren … Baubeginn hat“? Was heißt „verknüpfen“?

    3. Macht der stellvertretende Chefredakteur der Landeszeitung den Kreistagspolitikern via Twitter einen Vorschlag, wie ein quid pro quo-Geschäft (lüneburgisch: ‚Eine Hand wäscht die andere‘) zwischen Kostenskeptikern und bahlburgianischen Hoppefreunden aussehen könnte?

    4. Ist der Vorsteuerabzug tatsächlich so unwahrscheinlich, wie von allen Fachleuten immer vermutet?

    5. Was sollte der arme Berliner Hinterbänkler Pols daran ändern können? Wen kennt er, den er um 7-15 Millionen Euro anbetteln könnte, um die Brückenfinanzierungslücke zu „schließen“?

    6. Möchte Herr Jenckel uns sagen, dass heute für die Arena mit CDU-Stimmen noch einmal 10 Millionen draufgesattelt werden sollten, wenn Eckhard nur zugesagt bekommt, dass um die fehlenden Brücken-Millionen später kein SPD-Geschiss zu erwarten ist?

    7. Übrigens hatte Berni Wiemann am Montag vor der Abstimmung als einziger darauf Aufmerksam gemacht, dass in die vom Landrat errechneten und vom NDR vermeldeten 14,5 Millionen Euro Arena-Kosten N I C H T einbezogen sind (a) die knapp drei Millionen Euro, die bereits für den Kauf des ungeeigneten Grundstücks und für die unbrauchbaren Vorplanungen durch Herrn Salliers Architekten verbraten wurden, (b) die Millionen, welche die Verkehrsertüchtigung noch kosten wird und (c) natürlich auch nicht der Mietzins für den idiotischen, monatelang nutzlos herumstehenden Bauzaun auf dem ungeeigneten Bauplatz an der Lüner Rennbahn. Geld spielt in diesem Fall offenbar keine Rolle.

  3. Unabhängig davon ob der Bau nun stattfindet, ist es schon erschreckend, dass, ein scheinbar mit politischen Ämtern überhäufter, Herr Pols in der Sitzung Öl ins Feuer gießt, dafür eine kleine Abkühlung erhält, die Sitzung verlässt u n d n i c h t an der Abstimmung teilnimmt. Wer um Himmelswillen schenkt diesen Menschen das Wählervertrauen???

    • Herr Pols weiß, dass seine politische „Karriere“ mit den spätestens im Frühsommer nächsten Jahres anstehenden Neuwahlen zuende ist. Sein Versuch, ein Junktim zwischen den beiden ausgesprochen dummen „Millionen-Projekten“ von Herrn Nahrstedt (Arena und Brücke) herzustellen, zeigt nur wie verzweifelt er ist. Neun Jahre saß er im Bundestag – und keiner im Landkreis hat irgendwas davon gemerkt.

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