Coronavirus

 Eine Rechnung, die nicht aufgeht

Inzidenz

Nächtliche Ausgangssperren, erneute Schließung von Schulen und Geschäften, härtere Kontaktbeschränkungen – Lüneburg schnupperte am Mittwoch an den bislang schärfsten Maßnahmen dieser Pandemie. Einen Inzidenzwert von 96,7 errechnete das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) an diesem Tag für den Kreis. Würde der Wert drei Tage über 100 steigen, müsste der Landrat die Notbremse ziehen. Am Donnerstag aber sank dieser Wert dann plötzlich wieder auf 90,1, obwohl die täglichen Fallzahlen ein anderes Bild abgeben. Wie kann das sein?

 Vorher geht keiner nach Hause

Infektionsketten

Es ist einen Wettrennen gegen die Zeit, jeden Tag aufs Neue: Die Unterbrechung von Infektionsketten und die Eindämmung weiterer Corona-Ausbrüche sind derzeit zentrale Aufgaben der Gesundheitsämter. Bis zu einem Inzidenzwert von 50 sei das problemlos möglich, dann könne das Geschehen außer Kontrolle geraten – so lautet eine Faustregel. In Lüneburg liegt dieser Wert seit einiger Zeit deutlich höher. Dennoch habe man noch alles im Griff, heißt es aus der Behörde.

 „Ein richtiger Abschied war nicht möglich“

Demenz Abschied

Ein Mann, zwei Diagnosen, eine Krise – und eine Familie, die ihm hätte beistehen wollen, aber nicht konnte. Das Corona-Virus hat Birgit Banks wertvolle Zeit genommen, sich von ihrem Vater zu verabschieden – nicht, weil der Senior daran erkrankt wäre, sondern weil sie und der Rest der Familie ihn nicht besuchen konnten. Manchmal wochenlang.

Kleines Netz von Teststationen

Schnelltests sind ein wichtiges Instrument beim Modellversuch "Sicheres Öffnen" in Lüneburg. Dessen Start ist zwar auf unbestimmte Zeit verschoben, das Netz der Teststationen wird aber trotzdem ausgebaut. Und auch der Einsatz der Luca-App soll intensiviert werden.

 Corona-Tests an Schulen laufen an

Schnelltests Schulen

An den allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen im Landkreis werden Corona-Schnelltests für Schülerinnen und Schüler verteilt. Die Lieferung läuft schleppend. Und nicht alle Eltern sind einverstanden mit den Tests.

 Nur noch vier freie Intensivbetten

Intensivbetten

Die Intensivstationen in Deutschlands Krankenhäusern laufen angesichts der Corona-Pandemie voll – auch in Lüneburg: Von 24 Betten im Städtischen Klinikum sind nur noch vier frei. Die medizinische Leitung des Krankenhauses spricht von einer "angespannten Lage", die sich wohl noch zuspitzen werde. In manchen Nachbarkreisen ist die Situation noch kritischer.

 Modellkommune: Mädge beantwortet im Video Leserfragen

Das Projekt Modellkommune soll in Lüneburg in der kommenden Woche unter dem Motto "Sicheres Öffnen" starten. Doch die Spielregeln für diesen Versuch sind nicht ganz einfach. Oberbürgermeister Ulrich Mädge beantwortet im Interview die wichtigsten Fragen.

 Angespitzt: Lüneburg macht auf

Das Projekt "Modellstadt Lüneburg" soll in der kommenden Woche starten. Wer einen negativen Corona-Schnelltest vorweist, dem stehen Geschäfte und Außengastronomie offen. Doch LZ-Redakteur Thomas Mitzlaff sieht in diesem Versuch eine große Gefahr.

Verteilung im Landkreis verschiebt sich

Lüneburg. Die Zahl der akuten Corona-Fälle im Landkreis hat sich im Vergleich zur Vorwoche kaum verändert. Mit Stand vom Donnerstag gab es 384 Fälle (-1). Allerdings hat sich die Verteilung …

 Bummeln mit Hindernissen

In manche Geschäfte kommt man nur mit Tagesticket, für andere braucht man einen Termin und in weitere kann man einfach so reinspazieren - wenn Lüneburg tatsächlich sein "Projekt Modellstadt" in der nächsten Woche starten sollte, dürften zwar alle Geschäfte öffnen. Doch das Einkaufen in der Fußgängerzone wird ein völlig anderes sein als vor der Corona-Pandemie. Ein zwangloses Schlendern von Laden zu Laden ist nicht möglich. Denn nicht jeder darf überall rein.