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Kultur lokal

 Hieronymus Proske: Seh-, See-, Seelenlandschaft

Hieronymus Proske: "heat", zu sehen im Glockenhof.

Beim Film begann Hieronymus Proske, schrieb Drehbücher, produzierte TV-Reihen. Längst hat er sich vor allem der Malerei verschrieben. Proske malt Landschaftsbilder, voll malerischer Bewegung, aber mit kontemplativer Ausstrahlung. Seine Ausstellung in der Galerie des Cafés im Glockenhof überschreibt Proske „Die Nähe der Ferne“.

 Begegnung mit einem Vergessenen

Veronika Winter und Hedwig Voss im Einsatz. (Foto: t&w)

Es geht kriegerisch zu in Georg Friedrich Händels Oratorium „Judas Maccabaeus“. Das Werk feiert den Sieg eines Helden und seines Freiheitskampfes. In St. Michaelis Lüneburg gab es eine zupackende Aufführung des Oratoriums – und eine Reaktion, die Parallelen zur Gegenwart zieht.

 Molières „Tartuffe“: Der Mensch ist leicht zu verführen

"Tartuffe" ist eine typische Komödie von Molière, zum Lachen komisch und zum Weinen tragisch.

Für Heuchler, Wahrheitsverbieger und Verquerdenker sind es immer gute Zeiten. Der Prototyp eines Heuchlers, den der Komödiendichter Molière schon 1664 ersann, passt auch ins Jahr 2022: „Tartuffe“. Das zeigt Bettina Rehm in ihrer Inszenierung am Theater Lüneburg und auch, wie viel Wahrheit in der Satire liegt.

 Hinschauen statt Wegsehen

Bente Stachowske und Matteo in der Ausstellung „Gesichter der Hoffnung“. (Foto: oc)

Vor der Küste Libyens war Bente Stachowske mit einem Rettungsschiff unterwegs. Im bitterarmen Malawi porträtierte sie ein Kinderparlament. Die Fotografin schaut dort genau hin, wo die meisten weggucken. Zwei Bildserien sind jetzt open air am Fähranleger in Neu Darchau zu sehen.

 Ganz laut und wild

Steffen Cornelius Tralles, Filmemacher aus Lüneburg, kommt mit seinem Debüt "Fisch für die Geisel" ins Scala-Programmkino. (Foto: t&w)

Zwei Brüder und eine Geisel. Zwischen ihnen baut sich eine explosive Dynamik auf in Steffen Cornelius Tralles Film „Fisch für die Geisel“. Der Film des in Lüneburg lebenden Regisseurs lief erfolgreich auf Festivals, jetzt kommt er ins Kino. In Lüneburg kommen Tralles und Hauptdarsteller Enno Hesse mit.

 Als der Sonnenkönig finster schaute

Solo für einen großen Gauner: Gregor Müller in der Titelrolle. (Foto: Tamme)

Jean-Baptiste Poquelin alias Molière war ein begnadeter Bühnenautor von Komödien, ihm verdankte das Pariser Publikum zur Zeit des Sonnenkönigs die Erkenntnis, dass auch lustiges Theater gesellschaftliche Relevanz haben kann. In Lüneburg feiert nun "Tartuffe" mit Gregor Müller in der Titelrolle als groß angelegte Inszenierung Premiere.

 Sticks’n’Stages, Streams’n’Studios

Lothar Nierenz, Leiter der Musikschule (rechts), und Vize Oliver Karstens. (Foto: ff)

Die Lüneburger Musikschule ist bisher gut durch die Pandemie gekommen, die Besucherzahlen sind stabil. Damit das so bleibt, will das Leitungsteam das Angebot modernisieren, wer heutzutage Musiker werden will, sollte sich auch mit Bühnenequipment und Social Media auskennen. Am Sonnabend lädt die Musikschule zum Tag der offenen Tür.

 Hans Funk: Eine große Karton-Arena füllen

Hans Funk daheim bei der Arbeit. (Foto: ff)

Hans Funk (1928-2002) war lange Zeit Kunstpädagoge an der Lüneburger Herderschule, und er war natürlich auch selbst Künstler. Vor allem seine aufwendigen Tuschzeichnungen sind bemerkenswert, mit ihnen schuf er ein eigenständiges Werk, das schwer einzuordnen ist. Daran erinnert nun der Bildband "Schraffuren", herausgegeben von seinem Sohn Tobias.