Anzeige

Kultur lokal

 Ein Herrscher ohne Thron

Autor Martin Mosebach im Gespräch mit Anne Hamilton, die die Lesung im Glockenhaus moderierte. (Foto: t&w)

Das macht krass neugierig, könnte der Autor oder aber der Verlag gedacht haben, als die Titelsuche für Wolfgang Mosebachs neuen Roman mit "Krass" endete. Gemeint ist der Hauptprotagonist des 500-Seiten-Schinkens, Ralph Krass, ein dominanter Geldsack, der sich nach dem Mauerfall neu orientieren muss.

 Was für ein scheiß Pech

Nils Nupnau versteht es, durch Mimik und Gestik die Figur des Jürgen Bartsch darzustellen. (Foto: t&w)

Was muss passieren, dass aus einem Menschen eine Killerbestie wie Jürgen Bartsch wird? Vier kleine Jungs gingen in den 1960er-Jahren auf das Konto des brutalen Triebtäters, der später bei seiner Kastration starb. Einblick in die Gedankenwelt seiner Kindheit lieferten Hunderte Briefe an einen US-Journalisten, Basis eines Theaterstücks, das jetzt in der KulturBäckerei Premiere feierte.

 Beethoven als Comic-Star

Mikael Ross erzählt gerne zeichnenderweise. (Foto: Darjush Davar)

Mikael Ross macht im Oktober den Anfang bei der neuen Lesereihe im Literaturbüro Lüneburg. Der 37-Jährige gehört zu den wichtigsten Comicautoren hierzulande. So sieht das weitere Programm aus:

Der tragische Königsmörder

Macbeth feiert Premiere – zuletzt aufgeführt im Theater Lüneburg vor rund dreißig Jahren. Vermutlich um 1606 fertiggestellt, gehört das Drama um den Königsmörder, der aus dem Teufelskreis der von ihm selbst ausgeübten Gewalt nicht mehr herausfindet, zu den am häufigsten aufgeführten Werken Shakespeares.

 Einladung zum Spielen

Antjé Femfert (rechts) und Kirstin Rechten wollen ein neues Schauspiel-Format etablieren. (Foto: oc)

Sie wollen nicht konkurrieren, sondern kooperieren. Um Theaterpädagogik kümmern sich fast alle Bühnen. Meistens geht es dabei um aktuelle Produktionen. Mit einem neuen Zentrum wollen frei arbeitende Theaterpädagogen Angebote bieten, die nicht auf Spielpläne abgestimmt sind.

 „Bartsch, Kindermörder“ in der KulturBäckerei

Nils Nupnau spielt den Kindermörder Jürgen Bartsch. (Foto: t&w)

Vier minderjährige Jungen quälte und ermordete Jürgen Bartsch in den 1960er Jahren. Nach seiner Verhaftung offenbarte Bartsch sein Seelenleben in mehr als 400 Briefen. Daraus filterte Oliver Reese den Theatermonolog "Bartsch, Kindermörder". Thomas Ney inszeniert das Stück nun mit Nils Nupnau. Es sei spannend wie ein Krimi, meint der Regisseur.

 Mozarts „Così fan tutte“ im Theater Lüneburg

Così fan tutte

Mit Mozarts „Così fan tutte“ startet das Theater Lüneburg endgültig in die neue Saison. Olaf Schmidt holt in seiner Inszenierung die Oper in die Gegenwart. Das passt, denn der Cocktail der durchgeschüttelten Gefühle ist heute so aktuell und präsent wie zu Mozarts Zeit.

 „Kunst ver-rückt Tanz“ im T.3

„Kunst ver-rückt Tanz“

Zur neuen Spielzeit hat Olaf Schmidt mehrere neue Mitglieder in seine Ballettcompagnie integriert. Bei „Kunst ver-rückt Tanz“ hat der Ballettdirektor erneut seiner Truppe die Initiative überlassen.

 Der leise Weltstar

Klaus Voormann präsentiert das berühmte "Revolver"-Cover. (Foto: t&w)

Er spielte den Bass für „Imagine“, die Flöte für „Mighty Quinn“, er bekam für sein Cover des Beatles-Albums „Revolver“ einen Grammy. Jetzt wird dem Künstler Klaus Voormann zum ersten Mal eine Ausstellung gewidmet, die seine Kunst und seine Musik gleichermaßen darstellt. In der Lüneburger Kulturbäckerei wird Popkulturgeschichte dokumentiert.