Kultur lokal

 Museums-Reihe: Gesetz Karls des Großen wurde einfach ignoriert

Gürtelschnalle von einem mittelalterlichen Dorffriedhof bei Lüneburg (Foto: Museum Lüneburg)

Um eine Gürtelschnalle und ihren rätselhaften Fundort neben der alten Ziegelei Rettmer in einem Hügelgrab dreht sich der neunte Teil der LZ-Serie „Das Museum – drinnen und draußen“: Einige Bestattungen müssen wohl neu datiert werden, Offensichtlich wurde der Tote aus Rettmer ganz bewusst auf einem vorgeschichtlichen Grabhügel nachbestattet. Die Schnalle ist wohl als ein Indiz für den späten Beginn des Niederkirchenwesens in Nordostniedersachsen einzuordnen.

Chilly Gonzales beehrt Lüneburg

Lüneburg. Er stammt aus Kanada, lebt seit 2011 in Köln – und kommt nach Lüneburg: Chilly Gonzales ist live am Freitag, 2. Juli, auf den Sülzwiesen zu erleben. Damit hat …

 Exoten auf der Flaniermeile

Angriffslustig schaut der Katta in die Kamera. Kattas sind eine Primatenart aus der Gruppe der Lemuren, sie leben auf Madagaskar. (Foto: die)

Zwei Leidenschaften sind der Motor, der den Fotografen Thorsten Milse antreibt: die Fotografie und die Liebe zur Natur. Bei der Open Art-Ausstellung "Survivor" in der Fußgängerzone der Hamburger HafenCity macht er auf die bedrohte Tierwelt aufmerksam. Er nimmt die Besucher quasi mit auf eine Reise in ferne Länder und zeigt auf 50 Megabildern exotische Tiere in ihren immer kleiner werdenden Lebensräumen.

 Die heilsame Kraft von Theater und Fußball

Mit dem Kinderstück „Trecker kommt mit“ will das Jahrmarkttheater Ende Mai in den Sommer aufbrechen. (Foto: Brüggemann)

Einen „Zeltplatz der Zivilisation“ errichtet das Jahrmarkttheater in seiner Bostelwiebecker Basis-Station. Das Programm ab Ende Mai ist dicht gepackt. Es startet mit dem Kinderstück "Trecker kommt mit". Die Hauptproduktion "Patience Camp" führt zu einer massiv gescheiterten Expedition in die Antarktis, bei der das gesamte Team nach einsamen, dramatischen Monaten im Packeis gerettet wurde. Die Geschichte ist wahr, bekommt aber einen eigenen Dreh ins Hier und Heute – inklusive Packeis.

 Das Gedächtnis wächst und wächst

Hier wächst das Kunstarchiv: In der Mitte leuchtet ein Bild von Jean Leppien, vorn steht eine Skulptur von Klaus Großkopf, hinten hängt eine Grafik von Jörg Immendorff. (Foto: Frieder Zimmermann)

Rund 6000 Bilder und Skulpturen, dazu rund 50.000 Schallplatten: Das Kunstarchiv in Neuhaus pflegt das Werk von gut hundert Künstlerinnen und Künstlern. Den Kern machen Arbeiten von Künstlern der Region aus, der Blick geht aber weiter, und ein Extrakapitel schreibt die Popularkultur.

 Verlust und Hoffnung

Kristina Hauff verbrachte für die Recherche zu "Unter Wasser Nacht" längere Zeit im Wendland. (Fotos: Bartholot/so)

Eigentlich schreibt Susanne Kliem Krimis, aber nun hat sie etwas Neues gewagt und sich dafür auch gleich ein Pseudonym zugelegt. Als Kristina Hauff erzählt sie in ihrem Roman mit dem Drei-Wort-Titel "Unter Wasser Nacht" mit viel Gefühl von Gefühlen, Schicksalen und überraschenden Wendungen, verortet an der Elbe im Wendland mit einer Prise Lüneburg.

 Salon d´Hartz: Jetzt singt die Mafia

Proben einer Oper in Lüneburg

Oper muss nicht steif und verstaubt sein, sie kann auch jüngeres Publikum erreichen. Davon sind die Drei Baritone überzeugt. Sie arbeiten im Lüneburger Salon d'Hartz an einem Mafia-Programm, das im Hamburger Opernloft Premiere haben wird: „Capones Vermächtnis“.

 Die Schärfung des Profils

Ann-Kathrin Eickhoff

Seit 1995 vollführt die Lüneburger Halle für Kunst einen Spagat zwischen Ausstellungen junger Kunst und akademischer Anbindung. Für die Vernetzung zwischen Praxis und Theorie gibt es an der Reichenbachstraße jetzt ein neues Leitungsteam. Ann-Kathrin Eickhoff startet aber mit zwei Projekten, die noch ihre Vorgängerin Stefanie Kleefeld konzipiert hat.

 Lüneburg und die „gute Regierung“

Zwei Versuche versandeten bereits. Jetzt liegt dem Land Niedersachsen ein neuer Antrag aus Lüneburg vor, mit dem die Stadt als Stätte des Weltkulturerbes anerkannt werden will. Aber das Verfahren ist kompliziert, langwierig und nicht umsonst zu haben. Außerdem ist die bundesweite Warteliste schon gut gefüllt.

 Fesselnder Fensterblick

Diesmal kann der Kunstverein einfach machen lassen – die neue Ausstellung wird kuratiert: Franziska Reinbothe, selbst Künstlerin, hat den Bildhauer Marcel Friedrich Weber und die Malerin Michaela Zimmer in der Lünerstraße 10a zusammengebracht. "takeover #2" ist sowohl durchs große Fenster als auch ganz dicht nach Terminvereinbarung zu betrachten.