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Kultur lokal

 Willy Dammasch: Angewandte Kunstgeschichte

1917 malte Willy Dammasch ein für ihn thematisch und formal typisches Bild: "Der Hafen. Bi Hus. Finkenwärder Fischerboote".

Was die Kunst seit 1900 zu bieten hatte, findet sich weitgehend im Werk des Malers Willy Dammasch. Er kam aus Berlin, lebte auf Finkenwerder und in Worpswede. Dammasch zählt zu denen, die im Meer der Kunstgeschichte versinken. Jetzt ist sein Werk für eine Ausstellung aufgetaucht.

 Das Papier-Quintett

Das Quintett, das seine künstlerischen Ideen zum Thema Papier im Gutshaus am Kulturforum vorstellt (v.l.): Margitta Schenk, Katharina Lechner, Karl-Ernst Gaertner, Ulla Graßt und Ulrike Hennecke. (Foto: t&w)

Wir benutzen es zum Einpacken, Beschriften, Bemalen, Falten, Abwischen – tagtäglich ist im Einsatz: Papier. Dieses Medium hat ein Lüneburger Künstlerquintett zum Thema gemacht. Die Ergebnisse – Objekte, Bilder, Papierschnitte – sind derzeit im Galeriehaus am Kulturforum Gut Wienebüttel zu sehen. Dabei wird die Vielfalt des Materials in Bezug auf Struktur, Dichte, Transparenz, Stabilität, Formbarkeit und Farbigkeit deutlich.

 Die Debilmachung

Birgit Becker, Leif Scheele, Raimund Becker-Wurzwallner und Agnes Müller bekommen im Stück keinen Namen, sie werden mit der Zeit bis in die Klamotten immer austauschbarer. (Foto: t&w)

Es gibt sie noch, die echte Theaterpremiere – und was für eine! Das Theater zur weiten Welt spielt in der KulturBäckerei ein Stück von Felicia Zeller: "Ich, dein großer analoger Bruder, sein verfickter Kater und DU“. Darin geht es um eine WG, die einen neuen Mitbewohner bekommt, der freundlich, aber systematisch die Macht über den Alltag übernimmt – wie die digitale Datenkrake.

 Dinge auf den Weg bringen

Hopf in seiner Zeit als Leiter der Ratsbücherei. (Foto: A/t&w)

Mehr als 25 Jahre hat er die Ratsbücherei in Lüneburg geleitet und geprägt. Er war auch Mitgründer der Kinder- und Jugendbuchwoche. Am Freitag wird Gerhard Hopf 85 Jahre alt. 

 Disse gräsige Süük

Autorin Grete Hoops hat sich der Plattdeutschen Sprache verschrieben. (Foto: ff)

Geschichten "ton Högen un Nadinken" ("zur Freude und zum Nachdenken") vereint das neue Büchlein der inzwischen 86 Jahre alten Tarmstedter Autorin Grete Hoops. Die Verfechterin des Plattdeutschen hat ein Gespür für nette Anekdoten, die das Leben schreibt.

 Das Festival bleibt an der Elbe

Schlagzeuger Alexej Gerassimez wird in Bleckede bei „Genesis of Percussion“ zu erleben sein. (Foto: Nikolaj Lund)

Bleckede, Konau und Neuhaus sind die einzigen Orte, bei denen die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern über die Landesgrenze schauen. Das soll so bleiben, finden Politiker und Verwaltung. In diesem Sommer gibt es im Schlosshof Schläge – von fünf Perkussionisten.

 Givt wat anne Fresse

CC TOP in Aktion, das nächste Livekonzert wird es wohl erst im April geben. (Foto: privat)

Corona zwingt die Bands von der Bühne aufs Sofa oder besser ins Studio. Dahin wich auch die Lüneburger Coverband CC Top aus. Sie nahm Material für gleich drei CDs auf. Nummer zwei kam jetzt heraus, die Botschaft kommt auf Platt rüber: „Ik kann nich uphörn tau rocken“.

 Die Trompete hängt an der Garderobe

Fast wäre Ulrich Petersen Fußballer geworden. Aber die Musik war nachhaltiger als der Sport. Petersen studierte Trompete, unterrichtete und wurde für fast 30 Jahre Direktor der Lüneburger Musikschule – ein Leben zwischen Noten und Statistiken.

 Der nette Neue

Die WG-Bewohner (v.l.): Raimund Becker-Wurzwallner, Birgit Becker, Leif Scheele und Agnes Müller. (Foto: Theater)

Ein Theaterstück über eine Wohngemeinschaft, Stress im Badezimmer, Privatsphäre, Party, und den Neuen, der plötzlich in der WG auftaucht. Alec wird durch seine Hilfsbereitschaft und sein Engagement zunächst als Bereicherung empfunden, dazu trägt auch sein gefräßiger Kater bei. Aber Alecs Protokollsucht und Belohnungssysteme lassen die Stimmung kippen und werfen Fragen auf.

 Björn Stephan liest im Heine-Haus

Björn Stephan las aus seinem Roman, Judith Scheffel, Leuphana-Studentin des Begleitseminars bei Tilmann Lahme (r.), moderierte den Abend und stellte den Journalisten und Autor vor.

Plattenbau, Nachwendezeit, alles ist anders. Aus der Sicht eines 13-Jährigen erzählt Björn Stephan in seinem ersten Roman von äußeren und inneren Umbrüchen. „Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau“ heißt das Buch, das der aus Schwerin stammende Autor im Lüneburger Heine-Haus vorstellte. Stephan führt in eine unaufgeräumte Zeit.