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Kultur lokal

 Ein bisschen Spott muss sein

Können gegensätzlicher nicht sein: Ritter Blaubart (Karl Schneider, l.) und König Bobèche (Burkhard Schmeer). (Foto: t&w)

Das Theater Lüneburg setzt wieder auf Operette. Prächtige Bilder, bunte Kostüme, schmissige Musik, schräge Gestalten: Hajo Fouquet inszeniert Jacques Offenbachs „Ritter Blaubart" als mordsmäßiges und üppig ausstaffiertes Vergnügen.

 Hinterm Horizont geht’s nicht weiter

Schmerzvolle Rückblicke und tiefe Gefühle löst der Tod von Chris (Anton von Mansberg) auch bei Lisa (Sarah Zürneck) aus. (Foto: t&w)

Chris ist 18, Chris ist mit dem Mofa in den Tod gebrettert. Was macht das mit den Menschen, die ihn umgaben? Viele Fragen und Gefühle reißt das Musical „Leben ohne Chris“ im T.3 des Theaters Lüneburg auf. Es ist vom Thema her die schwierigste Aufgabe, die sich das Team um Friedrich von Mansberg bisher gestellt hat.

 Echolote aus dem Imperfekt

Lyrik-Experte Michael Braun navigierte Autorin Marion Poschmann geschickt von Neuerscheinungen zu älteren Werken. (Foto: t&w)

Für Lyrik-Fans sind ihre Werke ein Muss: Marion Poschmann. Die Autorin verfasst sowohl Prosa als auch Gedichte und beschäftigt sich intensiv mit Sprache und Ausdrucksmöglichkeiten. Im Heine-Haus gab sie Einblick in ihren Essay "Laubwerk" und sinnierte über die Farben der Natur.

 Klare Kante zeigen

Gaudens Bieri bereitet die Operette „Ritter Blaubart“ vor. (Foto: t&w)

Er ist Konzertpianist und Dirigent, leitet in der Schweiz ein Symphonisches Blasorchester, betreut eine Operetten- und eine Musicalbühne. Nun ist der Schweizer Gaudens Bieri Kapellmeister am Theater Lüneburg und kann sein Können einbringen. Los geht es mit Operette: „Ritter Blaubart“ hat Donnerstag Premiere

 Schnelle Läufe und leise Momente

Das Lüneburger Kammerorchester mit seinem Dirigenten Ettore Prandi (3. v. r.) und seinen Solisten Jakob Kuchenbuch, Violoncello (2. v. r.) und Eva Christine Westphal, Violine (2. v. l.). (Foto: be)

Lüneburger Kammerorchester präsentiert sein traditionelles Herbstkonzert in der St. Nicolaikirche. Es führt besonders kompetente Laien und professionelle Instrumentalist*innen der Region zusammen.

 Leichen pflastern ihren Weg

Machtgier und Machterhalt machen Lady Macbeth (Beate Weidenhamer) und ihren Ehemann (Philipp Richert) zu Tyrannen. (Foto: t&w)

Mit Krieg, Gier, Macht, Mord und Wahnsinn reißt Shakespeares Tragödie „Macbeth“ menschliche Abgründe auf. Viele Themen sind unvermindert aktuell, zeigen Regisseurin Kathrin Mayr und Team im Theater Lüneburg. Wie weit zum Beispiel kann man gehen, um Macht zu erlangen und zu erhalten?

 Ein Herrscher ohne Thron

Autor Martin Mosebach im Gespräch mit Anne Hamilton, die die Lesung im Glockenhaus moderierte. (Foto: t&w)

Das macht krass neugierig, könnte der Autor oder aber der Verlag gedacht haben, als die Titelsuche für Wolfgang Mosebachs neuen Roman mit "Krass" endete. Gemeint ist der Hauptprotagonist des 500-Seiten-Schinkens, Ralph Krass, ein dominanter Geldsack, der sich nach dem Mauerfall neu orientieren muss.

 Was für ein scheiß Pech

Nils Nupnau versteht es, durch Mimik und Gestik die Figur des Jürgen Bartsch darzustellen. (Foto: t&w)

Was muss passieren, dass aus einem Menschen eine Killerbestie wie Jürgen Bartsch wird? Vier kleine Jungs gingen in den 1960er-Jahren auf das Konto des brutalen Triebtäters, der später bei seiner Kastration starb. Einblick in die Gedankenwelt seiner Kindheit lieferten Hunderte Briefe an einen US-Journalisten, Basis eines Theaterstücks, das jetzt in der KulturBäckerei Premiere feierte.

 Beethoven als Comic-Star

Mikael Ross erzählt gerne zeichnenderweise. (Foto: Darjush Davar)

Mikael Ross macht im Oktober den Anfang bei der neuen Lesereihe im Literaturbüro Lüneburg. Der 37-Jährige gehört zu den wichtigsten Comicautoren hierzulande. So sieht das weitere Programm aus:

Der tragische Königsmörder

Macbeth feiert Premiere – zuletzt aufgeführt im Theater Lüneburg vor rund dreißig Jahren. Vermutlich um 1606 fertiggestellt, gehört das Drama um den Königsmörder, der aus dem Teufelskreis der von ihm selbst ausgeübten Gewalt nicht mehr herausfindet, zu den am häufigsten aufgeführten Werken Shakespeares.