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Kultur lokal

 Das Mittel gegen die Angst

Ein Lied für Torfbostel präsentieren Maurice Schneider (l.) und Thomas Matschoß. (Foto: Brüggemann)

Das Jahrmarkttheater in Bostelwiebeck meldet sich zurück. In die neue Saison geht es mit "Unser Lied für Torfbostel", eine knallbunte Persiflage auf den Eurovision Song Contest, die Produktion war wegen Corona verschoben worden.

 „Ein Zentrum für Kulturschaffende“ in Lüneburg?

Songwriter- und Produzententeam David Bonk und Julia Bergen in ihrem Studio in Lüneburg.

Sie schreiben Songs für Helene Fischer, Sarah Connor, Prinz Pi und viele andere. David Bonk und Julia Bergen arbeiten in einem eher kleinen Raum in der Goseburg. Das könnte so weitergehen, aber es wird ihnen doch zu eng – und die Autoren und Produzenten denken längst viel weiter.

 Wenn das Leben zu zerfließen droht

Isabel Arlt (links) und Erika Döhmen spielen die Freundinnen Elena und Amanda. (Foto: ff)

Susanne Feiners" Eine Frau braucht einen Plan" feiert am Freitag, 5. November, Premiere in der Kulturbäckerei. Thomas Ney inszeniert die Komödie mit Isabel Arlt und Erika Döhmen, sie dreht sich um zwei Freundinnen und um die Frage, was von den Idealen der Jugendzeit übrig geblieben ist.

 Markus Krebs: Schotendreschen als großes Format

„Heute gibt es keine Botschaft, nur Mischmasch, etwas Asi, viel Kneipe, keine Politik, keine Religion": Das kündigte Markus Krebs gleich zu Beginn seines Auftritts im Zentralgebäude der Leuphana an. Das Publikum jubelte – und forderte Nachschläge.

 „Die Neigung des Peter Rosegger“ im Theater Lüneburg

Eine Szene aus "Die Neigung des Peter Rosegger"

Deutsche Erstaufführung am Theater Lüneburg: „Die Neigung des Peter Rosegger“ wird von Regisseur Mario Holetzeck als quietschbunter Bilderreigen inszeniert. Die Fragen, die hinter der schrillen Fassade der Politsatire von Thomas Arzt, stecken, gehen aber alle an.

 Ängste pflastern seinen Weg

Sven Stricker (links) und Bjarne Mädel erwiesen sich bei der szenischen Lesung als bestens eingespieltes Team. (Fotos: be)

Neues aus Nordfriesland: Kommissar Sörensen muss wieder seine Angststörung besiegen und einen Mord in Katenbüll aufklären. Sörensen-Erfinder Sven Stricker und Sörensen-Spieler Bjarne Mädel eröffnen mit einer rasanten Dialog-Lesung das 12. Lüneburger Krimifestival.

 Vom Fundstück zum Kunststück

Katja Schaefer-Andrae gibt kleinen Wesen große Rahmen. (Foto: ff)

"Wunderkammer" hat Katja Schaefer-Andrae ihre Ausstellung auf dem Kulturboden Scharnebeck genannt, sie wird morgen, Sonnabend, eröffnet. Der Titel zitiert die wilden Sammlungen und Kuriositätenkabinette, die mit ihren Präsentationen die Vorläufer moderner Museen waren.

 Wenn die Heimat wankt

Regisseur Mario Holetzeck an der Stele, die ins Wanken gerät. (Foto: t&w)

Mario Holetzeck, freier Regisseur, hat am Theater Lüneburg ein Stück einstudiert, das in österreichischer Dorfidylle spielt, aber genauso gut in der Lüneburger Heide verortet sein könnte. Es geht um eine Stadt, die eine Abordnung der UNESCO erwartet, weil sie auf den Titel Weltkulturerbe hofft. Leider kippt kurz vorher das Denkmal des Nationaldichters Peter Rosegger plötzlich nach rechts oder nach links – je nach (politischer) Blickrichtung. Die Komödie übersetzt das Schwanken der Gesellschaft in ein steinernes Sinnbild – komödiantisch und sarkastisch.

 Ein ganz besonderes Geflecht

Oberbürgermeister Ulrich Mädge zeichnete in der Musikschule das ensemble reflektor aus, Henning Voss (2. v. r.) hielt die Laudatio. Das junge Orchester vertraten Anton Borderieux, Mark Kopitzki, Joosten Ellée, Selma Brauns und Jakob Nierenz. (Foto: t&w)

Musiker aus dem ganzen Bundesgebiet bilden das ensemble reflektor. Gegründet hat sich das Orchester 2015 in der Musikschule Lüneburg. Hier hat das mittlerweile bundesweit gefragte Orchester seinen Sitz und gerade mit seinem zweiten ultraBACH-Festival gezeigt, wie sich Musikkulturen verbinden lassen. Für seine Klasse, sein Engagement und seine Verbundenheit mit der lokalen Musikszene bekam des ensemble jetzt der Kunstpreis der Stadt.

 Nazis werden zu Verbündeten

Andreas Pflüger

Eine US-Geheimdienstoffizierin verzweifelt am zynischen Pragmatismus der US-Militärs, die unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg schon wieder mit den Nazi-Tätern kollaborieren - gegen die Sowjetunion und den Kommunismus. Der Berliner Schriftsteller Andreas Pflüger hat mit "Ritchie Girl" einen packenden historischen Spannungsroman über die Facetten der Schuld, deren Aufarbeitung und fehlende Werte geschrieben.