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Kultur lokal

 Eine verhängnisvolle Affäre

Jenny Erpenbeck erzählt vom Zerfall der DDR. (Foto: be)

Es liegen gut 30 Jahre Lebenszeit zwischen Hans und Katharina. Sie stürzen in eine Liebesgeschichte, kletten aneinander, entfremden sich und kommen doch nicht voneinander los. In ihrem Roman „Kairos“ erzählt zugleich eine Geschichte der Wendezeit und eine über das Festhaltenwollen an schon Verlorenem.

 Zittersound im bunten Blätterwald

Sigrun Bankwitz hat ein neues Album fertiggestellt. (Foto: t&w)

Die Lüneburger Musiklehrerin und bekannt Folk-Musikerin singt für ihr Leben gern und versteht es, Kinder ebenso wie Erwachsene für das Singen zu gewinnen. Um den Unterricht abwechslungsreich gestalten zu können, hat sie mit Studioinhaber Karl Parnow-Kloth ein neues Album zusammengestellt, das zu den hohen Kinderstimmen passt.

 Ausbruch aus dem goldenen Käfig

Fachbuchlektüre gehört dazu: Martha Sophie Marcus bei der Arbeit. (Foto: ff)

"Das Schreiben war sehr belastend", sagt die Autorin Martha Sophie Marcus über ihren neuen Roman "Der Glanz der Novemberrosen". Er spielt im 19. Jahrhundert, in der Zeit politischer Umbrüche und der industriellen Revolution, die nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die gesellschaftliche Struktur Deutschlands einschneidend veränderte.

 Jahrmarkttheater: Spielen auf Augenhöhe

Unser Lied für Torfbostel

Der Sommer lief trotz Corona gut für das Jahrmarkttheater Bostelwiebeck. Das Publikum kam zum „Patience Camp“, es floß Geld für eine neue Lüftung, und einen Theaterpreis vom Bund bekam das Dorftheater auch – für die „Erfindung neuer Welten“.

 „Blues Brothers“-Musical: Unterwegs im Auftrag des Herrn

Der Film ist gut 30 Jahre alt, zum Kult geworden, und er funktioniert dank seiner Hits auch auf der Bühne. Der Lüneburger Philipp Lang hat mit einem Team von Profis die „Blues Brothers“ als Tour-Musical auf den Weg gebracht. Die Show erntete in der Ritterakademie Standing Ovations.

 Der nächste Krimi könnte nach Lüneburg führen

Lüneburgs Daily Soap "Rote Rosen" ist es zu verdanken, dass der Fotograf und Bestsellerautor Michael Reh die Hansestadt besuchte. Denn in seinem jüngsten Krimi, "Asta", gibt es eine Frau, die diese Serie regelmäßig schaut. Michael Reh hat Stars wie Cindy Crawford in Szene gesetzt, war Juror bei "Germany's Next Topmodel". Schlagzeilen machte er mit seinem Debütroman "Katharsis", der auf autobiografischen Elementen basiert und die Themen Kindesmissbrauch, Gewalt und Lügen spannend verpackt. Nun ein Krimi, und der nächste ist in Planung.

 Von den Abgründen des Glücks

Von links: Jenny Erpenbeck, Philipp Stadelmaier, Jan Böttcher und Arno Surminski stellen sich vor. (Fotos: Angelo Carconi, Anna Siehs, t&w, Ostpreußisches Landesmuseum)

Am Donnerstag, 28. Oktober, beginnt das 12. Lüneburger Krimifestival mit vielen Stars der Branche. Wer sich die Zeit bis dahin mit Lesungen verkürzen will, in denen es nicht um Mord geht, findet an den drei Tagen davor ein hochkarätiges Angebot – mit Jenny Erpenbeck, Jan Böttcher, Philipp Stadelmaier und Arno Surminski.

 Lieder vom Abschiednehmen

Joachim Vogelsänger begleitet die Sängerin Melissa Domingues. (Foto: t&w)

Schon immer fanden Musiker eindringliche Klänge für Schmerz, Trauer und auch Wut. Beispiele von Schubert, Korngold und Haydn führten Sängerin Melissa Dominguez und Pianist Joachim Vogelsänger in der Lüneburger Johanniskirche auf. Das Konzert beendete eine Reihe mit „Musik zum Leben“.

 Kant-Ausstellung im Ostpreußischen Landesmuseum

Vorentwurf des geplanten Neubaus für die Kant-Dauerausstellung. (Foto: Sunder-Plassmann)

Lüneburg wird zum zentralen Dokumentationsort von Leben und Werk des Philosophen Immanuel Kant. Zu seinem 300. Geburtstag, am 22. April 2024, soll im Ostpreußischen Landesmuseum eine Dauerausstellung mit rund 700 Quadratmetern Fläche eröffnet werden. Der Architekt für den Anbau steht nun fest.

 Die konkrete Utopie

Wolfgang Kaleck, eingeladen vom Literaturbüro und von Amnesty International. (Foto: t&w)

Menschenrechte sind weltweit immer wieder in Gefahr, eine Folge gesellschaftlicher, politischer, wirtschaftlicher und ökologischer Fehlentwicklungen. Darüber sprach im Museum Lüneburg der Jurist und Autor Wolfgang Kaleck, der sein neues Buch "Die konkrete Utopie der Menschenrechte" vorstellte.