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Kultur lokal

 KünstlerInnen gründen Farbkantine

Die Vier von der Farbkantine vor einem der großen Fenster ihres neuen Zuhauses in der Lüner Straße(vorne): Eike Kuhse, Sandra Schröder, Iris Schmidt und Alexandra Uhle. (Foto: privat)

Ob Hotel, Friseure, Kneipen, Galerien – Lüneburgs Nicolai- beziehungsweise Wasserviertel ist ein Multi-Kulti Ort, der auch bei Künstlern gut ankommt. Farbkantine heißt das jüngste Atelier, das vier KünstlerInnen in den Räumen einer ehemaligen Boutique in der Lüner Straße eröffnet haben. Für die Namensgebung gibt es eine Erklärung...

 Schriftsteller Wolfgang Borchert als Schauspieler in Lüneburg

Wolfgang Borchert

Sein Heimkehrer-Drama "Draußen vor der Tür" zählt zu den wichtigsten Dramen der Nachkriegszeit. Der todkrank aus dem Krieg gekommene Hamburger Schriftsteller Wolfgang Borchert starb im November 1947 nur einen Tag vor der Premiere seines Stücks, er wurde nur 26 Jahre alt. Borchert wollte Schauspieler werden, drei Monate spielte er in Lüneburg. Dann musste er in den Krieg.

 Am Anfang steht die Natur

Erwin Gross

Erwin Gross war Teilnehmer der documenta und Rektor der Kunstakademie Karlsruhe, er zählt zu den wichtigen zeitgenössischen Malern. Ihm und dreien seiner Meisterschüler ist eine Ausstellung im Kunstraum Tosterglope gewidmet.

 Mit Video: Sonderausstellung „Menschenlesen“

Knallbunte Buchstaben für ein Kind, das ewig unruhig ist: Carolin George lüftet den Schleier zu einer Text-Installation, die sich um zelebrale Bewegungsstörungen dreht. (Foto: t&w)

Eigentlich ist Carolin George Journalistin und Buchautorin. Zur bildenden Kunst kam sie eher durch Zufall: Sie sollte sich an einer Ausstellung beteiligen, hängte Textfahnen über einen Nacktwanderweg auf Hosenbügel und entwickelte eine Skulptur daraus. Jetzt sind zwölf Arbeiten von Carolin George unter dem Titel "Menschenlesen" im Museum Lüneburg ausgestellt.

 Endspiel im Birdland

Christian Verch

Eigentlich dreht Christian Verch Image- und Hochzeitsfilme. Jetzt greift er mit Kollegen Klischees der Mafia- und Gangsterfilme auf und bringt in „Hamburg Highnoon“ zwei junge Männer ins Schwitzen. Der Film, gedacht als Eigenwerbung, entwickelt ein Eigenleben, läuft jetzt auf YouTube.

 Reformer in Revolutionszeiten

Alte Bücher gestapelt

Revolutionen erschütterten die Welt, als Andreas Peter Bernstorff, Adliger aus Gartow, im 18. Jahrhundert Außenminister von Dänemark wurde. Eine Biographie zeigt auf, wie es ihm gelang, Europas Norden in ruhigem Fahrwasser zu halten.

 Rekord: 36 Jahre sang der Bass Wlodzimierz Wrobel am Theater Lüneburg

Wlodzimierz Wrobel

Er hat am Theater Lüneburg eine ganze Reihe von Intendanten, Musik- und Chordirektoren kommen und gehen sehen. Jetzt geht er selbst, ein Abschied auf der Bühne ist wegen der Pandemie nicht möglich. Wlodzimierz Wrobel, ein Bass für alle Fälle, wird im August Rentner. Künftig lässt er sein Akkordeon singen.

 Immer mit einem Ohr in den Clubs

Eine neue Reihe des Literaturbüros präsentiert Werke junger Autoren, Joshua Groß macht den Anfang am kommenden Dienstag. Los geht mit einem Livestream, aber vielleicht kann das Publikum in ein paar Wochen auch live vor Ort zuhören.

 Ein Opernfilm des Theaters Lüneburg erinnert an Sophie Scholl

Zum 100. Todestag von Sophie Scholl zeigt das Theater Lüneburg Udo Zimmermanns Kammeroper „Weiße Rose“ als Verfilmung. (Foto: Theater)

Was denkt ein junger, zum Tode verurteilter Mensch in der letzten Stunde vor seiner Hinrichtung? Wie soll er sein Schicksal ertragen? Wo kann er jetzt noch Trost finden? Um diese Fragen kreist die Kammeroper „Weiße Rose“, die Udo Zimmermann 1967 schrieb. Eine Produktion des Theaters Lüneburg löst die Oper aus der Bühnensituation heraus.