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Kultur lokal

 Ewig ist nur das Ende

Tenor Karl Schneider gibt dem Mahlerschen Kosmos Tiefe und Würze. (Foto: phs)

Mit einem herausforderndem Werk steigen die Lüneburger Symphoniker in ihre Konzertsaison ein. Gustav Mahlers „Lied von der Erde“ führt in gut einer Stunde die Unausweichlichkeit des Sterbens vor und sucht trotzdem immer wieder Wege, das Leben zu feiern. Das Publikum im Theater Lüneburg nimmt die Aufführung mit großer Zustimmung an.

 Cantaluna Chorabend im Kulturforum

New Voices Popchor

Eine harte Zeit bedeutete die Corona-Pandemie insbesondere auch für Chöre. Mit Online- und später Outdoor-Proben blieben sie ihrem Hobby treu und bereiteten sich auf die Zeit danach vor. Und jetzt dürfen sie wieder vor Publikum singen. Beim Cantaluna-Fest im Kulturforum genossen fünf Chöre den Applaus und das Publikum die Live-Atmosphäre.

 Friedemann Baader: Natur der Kunst, Kunst der Natur

Friedemann Baader

Er ist Fotograf, Maler und Zeichner. Friedemann Baader und seine Frau wollten raus aus der Stadt und haben im Amt Neuhaus nah der Elbe eine Heimat auf einem großen Hof gefunden. Jetzt erntet Baader eigene Tomaten und zeichnet sie. Und er pflanzt Kartoffeln, ist von ihnen fasziniert, setzt sie als abstrakte Skulptur in Szene. Im Pforthaus in Neuhaus stellt er jetzt seine neue Blderwelt aus.

 Ein bisschen Spott muss sein

Können gegensätzlicher nicht sein: Ritter Blaubart (Karl Schneider, l.) und König Bobèche (Burkhard Schmeer). (Foto: t&w)

Das Theater Lüneburg setzt wieder auf Operette. Prächtige Bilder, bunte Kostüme, schmissige Musik, schräge Gestalten: Hajo Fouquet inszeniert Jacques Offenbachs „Ritter Blaubart" als mordsmäßiges und üppig ausstaffiertes Vergnügen.

 Hinterm Horizont geht’s nicht weiter

Schmerzvolle Rückblicke und tiefe Gefühle löst der Tod von Chris (Anton von Mansberg) auch bei Lisa (Sarah Zürneck) aus. (Foto: t&w)

Chris ist 18, Chris ist mit dem Mofa in den Tod gebrettert. Was macht das mit den Menschen, die ihn umgaben? Viele Fragen und Gefühle reißt das Musical „Leben ohne Chris“ im T.3 des Theaters Lüneburg auf. Es ist vom Thema her die schwierigste Aufgabe, die sich das Team um Friedrich von Mansberg bisher gestellt hat.

 Echolote aus dem Imperfekt

Lyrik-Experte Michael Braun navigierte Autorin Marion Poschmann geschickt von Neuerscheinungen zu älteren Werken. (Foto: t&w)

Für Lyrik-Fans sind ihre Werke ein Muss: Marion Poschmann. Die Autorin verfasst sowohl Prosa als auch Gedichte und beschäftigt sich intensiv mit Sprache und Ausdrucksmöglichkeiten. Im Heine-Haus gab sie Einblick in ihren Essay "Laubwerk" und sinnierte über die Farben der Natur.

 Klare Kante zeigen

Gaudens Bieri bereitet die Operette „Ritter Blaubart“ vor. (Foto: t&w)

Er ist Konzertpianist und Dirigent, leitet in der Schweiz ein Symphonisches Blasorchester, betreut eine Operetten- und eine Musicalbühne. Nun ist der Schweizer Gaudens Bieri Kapellmeister am Theater Lüneburg und kann sein Können einbringen. Los geht es mit Operette: „Ritter Blaubart“ hat Donnerstag Premiere

 Schnelle Läufe und leise Momente

Das Lüneburger Kammerorchester mit seinem Dirigenten Ettore Prandi (3. v. r.) und seinen Solisten Jakob Kuchenbuch, Violoncello (2. v. r.) und Eva Christine Westphal, Violine (2. v. l.). (Foto: be)

Lüneburger Kammerorchester präsentiert sein traditionelles Herbstkonzert in der St. Nicolaikirche. Es führt besonders kompetente Laien und professionelle Instrumentalist*innen der Region zusammen.

 Leichen pflastern ihren Weg

Machtgier und Machterhalt machen Lady Macbeth (Beate Weidenhamer) und ihren Ehemann (Philipp Richert) zu Tyrannen. (Foto: t&w)

Mit Krieg, Gier, Macht, Mord und Wahnsinn reißt Shakespeares Tragödie „Macbeth“ menschliche Abgründe auf. Viele Themen sind unvermindert aktuell, zeigen Regisseurin Kathrin Mayr und Team im Theater Lüneburg. Wie weit zum Beispiel kann man gehen, um Macht zu erlangen und zu erhalten?

 Ein Herrscher ohne Thron

Autor Martin Mosebach im Gespräch mit Anne Hamilton, die die Lesung im Glockenhaus moderierte. (Foto: t&w)

Das macht krass neugierig, könnte der Autor oder aber der Verlag gedacht haben, als die Titelsuche für Wolfgang Mosebachs neuen Roman mit "Krass" endete. Gemeint ist der Hauptprotagonist des 500-Seiten-Schinkens, Ralph Krass, ein dominanter Geldsack, der sich nach dem Mauerfall neu orientieren muss.