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Kultur lokal

 Die heilsame Kraft von Theater und Fußball

Mit dem Kinderstück „Trecker kommt mit“ will das Jahrmarkttheater Ende Mai in den Sommer aufbrechen. (Foto: Brüggemann)

Einen „Zeltplatz der Zivilisation“ errichtet das Jahrmarkttheater in seiner Bostelwiebecker Basis-Station. Das Programm ab Ende Mai ist dicht gepackt. Es startet mit dem Kinderstück "Trecker kommt mit". Die Hauptproduktion "Patience Camp" führt zu einer massiv gescheiterten Expedition in die Antarktis, bei der das gesamte Team nach einsamen, dramatischen Monaten im Packeis gerettet wurde. Die Geschichte ist wahr, bekommt aber einen eigenen Dreh ins Hier und Heute – inklusive Packeis.

 Das Gedächtnis wächst und wächst

Hier wächst das Kunstarchiv: In der Mitte leuchtet ein Bild von Jean Leppien, vorn steht eine Skulptur von Klaus Großkopf, hinten hängt eine Grafik von Jörg Immendorff. (Foto: Frieder Zimmermann)

Rund 6000 Bilder und Skulpturen, dazu rund 50.000 Schallplatten: Das Kunstarchiv in Neuhaus pflegt das Werk von gut hundert Künstlerinnen und Künstlern. Den Kern machen Arbeiten von Künstlern der Region aus, der Blick geht aber weiter, und ein Extrakapitel schreibt die Popularkultur.

 Verlust und Hoffnung

Kristina Hauff verbrachte für die Recherche zu "Unter Wasser Nacht" längere Zeit im Wendland. (Fotos: Bartholot/so)

Eigentlich schreibt Susanne Kliem Krimis, aber nun hat sie etwas Neues gewagt und sich dafür auch gleich ein Pseudonym zugelegt. Als Kristina Hauff erzählt sie in ihrem Roman mit dem Drei-Wort-Titel "Unter Wasser Nacht" mit viel Gefühl von Gefühlen, Schicksalen und überraschenden Wendungen, verortet an der Elbe im Wendland mit einer Prise Lüneburg.

 Salon d´Hartz: Jetzt singt die Mafia

Proben einer Oper in Lüneburg

Oper muss nicht steif und verstaubt sein, sie kann auch jüngeres Publikum erreichen. Davon sind die Drei Baritone überzeugt. Sie arbeiten im Lüneburger Salon d'Hartz an einem Mafia-Programm, das im Hamburger Opernloft Premiere haben wird: „Capones Vermächtnis“.

 Die Schärfung des Profils

Ann-Kathrin Eickhoff

Seit 1995 vollführt die Lüneburger Halle für Kunst einen Spagat zwischen Ausstellungen junger Kunst und akademischer Anbindung. Für die Vernetzung zwischen Praxis und Theorie gibt es an der Reichenbachstraße jetzt ein neues Leitungsteam. Ann-Kathrin Eickhoff startet aber mit zwei Projekten, die noch ihre Vorgängerin Stefanie Kleefeld konzipiert hat.

 Lüneburg und die „gute Regierung“

Zwei Versuche versandeten bereits. Jetzt liegt dem Land Niedersachsen ein neuer Antrag aus Lüneburg vor, mit dem die Stadt als Stätte des Weltkulturerbes anerkannt werden will. Aber das Verfahren ist kompliziert, langwierig und nicht umsonst zu haben. Außerdem ist die bundesweite Warteliste schon gut gefüllt.

 Fesselnder Fensterblick

Diesmal kann der Kunstverein einfach machen lassen – die neue Ausstellung wird kuratiert: Franziska Reinbothe, selbst Künstlerin, hat den Bildhauer Marcel Friedrich Weber und die Malerin Michaela Zimmer in der Lünerstraße 10a zusammengebracht. "takeover #2" ist sowohl durchs große Fenster als auch ganz dicht nach Terminvereinbarung zu betrachten.

 Lieferservice für Musik

Kulturkutsche

Corona macht erfinderisch. Drei frei arbeitende Sängerinnen aus Kassel rollen als Kulturkutsche vor die Haustür und singen zum Geburtstag oder aus anderen Gründen ein kurzes Open-Air-Konzert mit Schlagern und Pop. Jetzt steuert das Trio Lüneburg an. Mit dabei ist die Lüneburger Kulturförderpreisträgerin Annabelle Mierzwa.

 Das hammse sich verdient

Grooveminister

Ein entspannter, cooler Hip-Hop-Song gelang dem Lüneburger Duo Grooveminister 1995. „Verdient“ hielt sich 17 Wochen in den Charts. Grooveminister sind längst Geschichte, die Titelzeile des Songs läuft aber plötzlich in einer Discounter-Werbung und löst Erinnerungen aus.

 Viele Eröffnungen für ein Festival

Musikwoche Hitzacker

Aus zehn Tagen werden drei: Die 35. Musikwoche Hitzacker ist coronabedingt zu einem Wochenend-Festival geschrumpft, die Konzerte finden weiterhin im Verdo statt, sind aber nur per Stream zu sehen. Die Leitung hat der Oboist Albrecht Mayer, nicht geändert hat sich auch das Thema: Ouvertüren, ein Festival mit vielen Eröffnungen also.