Donnerstag , 18. August 2022
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Kultur

 Theater Lüneburg: Es geht mal wieder ums Ganze

Das Theater Lüneburg.

Tariferhöhungen reißen Löcher in die Etats der Theater in Niedersachsen. Das Land überlässt das Problem den Bühnen, erhöht die laufenden Zuwendungen nicht entsprechend. Auf das Theater Lüneburg kommen jedes Jahr 80 000 Euro Mehrkosten zu, sagt Barbara Beenen, Vorsitzende des Aufsichtsrats. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

 Momo: Und plötzlich steht die Zeit still

Mila Borchers spielte die Hauptrolle der Momo am Premierentag.

"Momo" – wer kennt ihn nicht, diesen Kinder- und Jugendroman von Michael Ende, der 1973 auf den Markt kam und heute immer noch aktuell ist. Das zeigt auch der Untertitel: "Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte". Denn Hetze, Stress, immer verfügbar sein – das sind Phänomene, mit denen heutzutage junge wie alte Menschen zu tun haben. Da ist es schön, wenn eine Momo kommt und die Zeit für Muße und Spaß zurückbringt ...

 Kaum bekannt und trotzdem attraktiv

Zum ersten Mal leitet Kapellmeister Gaudens Bieri ein Konzert der Lüneburger Symphoniker. Er hat Werke einstudiert, die kaum bekannt sind, was sie kaum weniger reizvoll macht als manchen Hit der Orchestermusik. Zwei Hornisten machten besonders auf sich aufmerksam.

 Im Bauchnabel der Welt

Verrucht, androgyn und sexy – mit langer Zigarettenspitze betörte einst Marlene Dietrich die Welt – in der Revue gespielt von Lena Müller. (Foto: Jens Hauer)

So grau die Tage waren, so schillernd die Nacht. An die vermeintlich Goldenen Zwanziger, an Marlene Dietrich, Anita Berber, Josephine Baker, die Comedian Harmonists und viele mehr erinnert die rasante Show „Berlin, Berlin“. Im Berliner Admiralspalast feierte die Revue Premiere, ab Januar geht sie auf Tournee, wird das Publikum mitreißen und auch mal stocken lassen.

 Wo der Blick bis an den Horizont reicht

Judith Hermann in der Musikschule in Lüneburg.

Eine Frau verlässt ihren Mann, die Stadt, ihren Job, zieht ans Ende einer Straße eines Dorfes an der Nordsee. In ihrem Roman „Daheim“ gibt Judith Hermann der Landschaft und ihren Menschen eine Sprache. Beim Lüneburg-Stopp im Rahmen der LiteraTour Nord zeigt die Schriftstellerin, wie sich mit wenigen Worten weite Räume öffnen lassen.