Samstag , 3. Dezember 2022
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Theater Lüneburg
Keine Spende ohne XXL-Scheck; von links: Dirk Schneefuß, Volker Degen-Feldmann, Frank Elsner und Hajo Fouquet. (Foto;: t&w)

Statt Gästen kommt Geld

Das Theater Lüneburg bleibt zunächst bis 31. Januar geschlossen. Ausnahmsweise wurden einmal die Tore geöffnet, um Dirk Schneefuß und Frank Elsner vom Theater-Freundeskreis hineinzulassen. Sie übergaben symbolisch einen Scheck im XXL-Format, er steht für eine Spende von 30.000 Euro. Am Sonntag geht nun ein Video des Theaters als Weihnachtsgruß online.

Lüneburg. Mit einem digitalen Weihnachtsgruß wendet sich das Theater Lüneburg an sein Publikum, er wird am Sonntag auf der Website sowie auf dem Facebook- und dem Youtube-Kanal des Theaters veröffentlicht. In der Regie von Olaf Schmidt werden Ausschnitte aus dem Tanzstück „Der Nussknacker“ zu sehen sein. Sopranistin Signe Heiberg singt ein dänisches Weihnachtslied und Ulrich Kratz ist unter anderem mit „White Christmas“ zu erleben. Schauspielerin Stefanie Schwab lädt mit einem weihnachtlichen Text von Joseph von Eichendorff zu einem virtuellen Spaziergang durch Lüneburg. Hinzu kommt die ein oder andere Überraschung präsentiert von Mitgliedern der Lüneburger Symphoniker, den Schauspielern Britta Focht, Christoph Vetter, Yves Dudziak, den Pianisten Kanako Sekiguchi und Ulrich Stöcker sowie Intendant Hajo Fouquet.

Das Theater Lüneburg bleibt zunächst bis 31. Januar geschlossen. Statt Besuchern kam jetzt erst einmal Geld ins Haus. Es ist ein Scheck von stattlicher Höhe, den Dirk Schneefuß und Frank Elsner den beiden Geschäftsführern des Theaters Lüneburg im Namen des Freundeskreises überreichten: 30.000 Euro. Der Freundeskreis unterstützt alljährlich mehrere Produktionen. „Ohne diese Spenden wäre vieles gar nicht möglich“, sagen die Geschäftsführer, Intendant Hajo Fouquet und Volker Degen-Feldmann.

„Es mangelte in den letzten Monaten ein wenig an Anlässen für eine Scheckübergabe: Im Frühjahr war das Theater geschlossen, dann wurde ein neuer Vorsitzender des Freundeskreises gewählt – und nun fielen Premieren dem aktuellen Lockdown zum Opfer“, sagt Freundeskreis-Vorsitzender Dirk Schneefuß, der seit Anfang November das Amt innehat.

Eine Win-Win-Situation

Zusätzlich habe der Freundeskreis durch mehrere Aktionen vor allen Dingen Theaterschaffende mit Kindern im Frühjahr finanziell unter die Arme gegriffen. „Wir konnten so eine Win-Win-Situation schaffen, die uns sehr gefreut hat und wodurch das Augenmerk nochmal ganz anders auf die Menschen, die hier arbeiten gelenkt wurde“, sagt Frank Elsner.

Aktuell zählt der Freundeskreis rund 600 Mitglieder, Tendenz steigend. Wer ebenfalls Mitglied werden möchte, findet auf www.theaterfreunde-lueneburg.de alle Informationen. Zum Programm gehören Probenbesuche, ein gemeinsames Sommerfest mit dem Theaterschaffenden und Kulturfahrten.

Im November feierte die melancholische Komödie „Die Studentin und Monsieur Henri“ Premiere auf der großen Bühne des Theater Lüneburg – so eben gerade noch vor der Unterbrechung des Spielbetriebs, die aufgrund des „Lockdown light“ notwendig wurde. Alle weiteren Vorstellungstermine musste das Theater wie zahlreiche weitere absagen. In Absprache mit den Gesellschaftern des Theaters wurde die Einstellung des Spielbetriebs am Theater Lüneburg nun also vom 10. Januar bis zum Endes des Monats verlängert. Der Vorverkauf für die Vorstellungen im Februar startet frühestens am 7. Januar 2021.

Buchungssystem wird modifiziert

Modifiziert wurde das Buchungssystem des Theaters. Mit dem Start des Vorverkaufs besteht die Möglichkeit, Karten für Februar zu reservieren, und zwar über die Website des Theaters, per Mail oder telefonisch. Die Karten sind dann bis sieben Tage vor der Vorstellung reserviert. Erst wenn feststeht, wann der Spielbetrieb wiederaufgenommen werden darf, sollte der Betrag für die Eintrittskarten überwiesen werden. Zu diesem Zeitpunkt wird auch die Theaterkasse wieder für den Publikumsverkehr öffnen. Reservierte Tickets können dann auch dort wie gewohnt bezahlt und abgeholt werden.

Von Frank Füllgrabe