Mittwoch , 21. Oktober 2020
Seit Montag gelten in Niedersachsen weitere Lockerungen. (Foto: Adobe Stock)

Corona-Fälle im Kreis Harburg bestätigt

Winsen. Es sind vermutlich die ersten Corona-Erkrankungen im Landkreis Harburg aufgetreten. Eine dreiköpfige Familie aus Rosengarten ist positiv getestet worden. Das teilte der Landkreis Harburg mit. Die Probe durchläuft nun noch einen Bestätigungstest, eine endgültige Bestätigung erfolgt aufgrund der hohen Laborauslastung voraussichtlich am Montagnachmittag. Das Gesundheitsamt geht derzeit aber von einem positiven Befund aus.

Die Eltern mit ihrem Säugling aus Rosengarten sind Anfang März gesund aus einem bekannten Risikogebiet direkt nach Hause zurückgekehrt. Anschließend haben sie sich unverzüglich beim Gesundheitsamt gemeldet und sofort in freiwillige häusliche Isolation begeben, heißt es in der Pressemitteilung.

Nachdem erste Krankheitssymptome aufgetreten sind, hat das Gesundheitsamt einen Test veranlasst, das Ergebnis lag am Sonnabendabend vor. Der Familie geht es den Umständen entsprechend gut.

Lediglich eine Kontaktperson

„Die Familie hat sehr umsichtig und verantwortungsvoll gehandelt“, sagte die leitende Amtsärztin Astrid Schwemin. Nach den bisherigen Erkenntnissen des Gesundheitsamtes gibt es lediglich eine Kontaktperson – einen Familienangehörigen in Schleswig-Holstein, der sich bereits in freiwilliger Quarantäne befindet und keine Symptome zeigt. Weitere Maßnahmen zur Ermittlung von Kontakten außerhalb des Landkreises nimmt das Gesundheitsamt in Absprache mit dem Landesgesundheitsamt vor.

Das Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar und verursacht in erster Linie Atemwegserkrankungen. Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung bis zu 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen wie Fieber, Husten, Atemnot auftreten. Die Symptome ähneln denen von Grippeerkrankungen, die zurzeit Hochsaison haben.

Ein Expertengremium beobachtet im Landkreis Harburg die Situation und ist in der Lage, gegebenenfalls sofort Maßnahmen zu ergreifen. Das Gesundheitsamt ist auf das Virus gut vorbereitet. Das Robert-Koch-Institut schätzt die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland aktuell als mäßig ein.

Menschen, die Kontakt zu einer an Corona erkrankten Person hatten, gelten als Kontaktpersonen. Für jede Kontaktperson wird im Einzelfall bewertet, welche erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen durchzuführen sind. Diese Maßnahmen werden umgehend vom Gesundheitsamt eingeleitet.

Erster Ansprechpartner ist der Hausarzt

Falls Sie den Verdacht haben, mit dem Coronavirus infiziert worden zu sein, wenden Sie sich zunächst telefonisch an ihren Hausarzt beziehungsweise ihre Hausärztin. Außerhalb der Praxiszeiten wenden Sie sich an den ärztlichen Notdienst über die Telefonnummer 116 117.

Wichtig: Ein Verdachtsfall auf eine Corona-Erkrankung besteht nur, wenn man sich in einem der Risikogebiete aufgehalten hat oder tatsächlich enger Kontakt zu einem bestätigten Corona-Patienten bestand. Die Bevölkerung wird daher gebeten, Ruhe zu bewahren.

Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt stellt auf seiner Internetseite unter www.nlga.niedersachsen.de Informationen zum Coronavirus zur Verfügung. Dort finden sich Empfehlungen für Bürgerinnen und Bürger. Das Landesgesundheitsamt hat ein Bürgertelefon unter der Nummer 0511 – 4 505 555 eingerichtet, das von Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr besetzt ist.

Weitere Informationen zum Coronavirus finden sich:

 

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Corona-Verdachtsfall hat sich nicht bestätigt