Dienstag , 29. September 2020
Auch zum Ausklang wird es hochkarätig: Am 14. März spielt das Minguet Quartett in der Johanneskapelle. (Foto: Frank Rossbach)

Stars krönen das Jubiläum

Adendorf. Die Adendorfer Serenade 2020/21 ist eine besondere. Erstens natürlich wegen der Coronabedingungen, von denen sich die Veranstalter nicht das – doppelte – Jubiläum verhageln lassen wollen. Denn es ist die vierzigste Runde der von Günther Feller gegründeten Konzert-reihe, und es ist die zehnte in der Regie von Nachfolgerin Katharina Hinz. Und es gibt ein grandioses Auftaktkonzert, am Freitag, 11. September, ist die Geigerin Mari Samuelsen zu Gast.

Sie spielt, das ist wieder coronatypisch, im Castanea Forum zwei Mal hintereinander, um 18 und um 20 Uhr, jeweils rund eine Stunde. Die Leitung hat Thomas Dorsch, die Lüneburger Symphoniker spielen in Kammerorchester-Besetzung. Auf dem Programm stehen die Abdelazer-Suite von Henry Purcell – und die „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi. Das ist eines der populärsten Werke der Klassik und zugleich so etwas wie eine Visitenkarte von Mari Samuelsen. Die in Oslo lebende Geigerin gastiert weltweit in den wichtigsten Konzerthallen, ihr Ruhm wird aber heutzutage nun mal anders bemessen: fast 30 Millionen Clicks auf YouTube bei dem „Sommer“ des Vivaldi-Werks.

▶ Am Sonnabend, 31. September, 19.30 Uhr, ist Katharina Hinz auch als Pianistin zu erleben, zusammen mit der Sopranistin Hanna Zumsande und Mitgliedern der NDR Radiophilharmonie, wiederum im Castanea. Auf dem Programm steht „Schumanns Kammermusik – Von Liedern bis zum Klavierquintett“. Mit Schumann ist nicht nur Robert gemeint, es erklingen auch Lieder von Clara Schumann in einer Fassung von Aribert Reimann für Sopran und Streichquartett.

▶ Sonnabend, 21. November, 19.30 Uhr in der Bibliothek: „Lichtwechsel – Streichquartette von Schubert und Mendelssohn“, gespielt vom Alinde Quartett. Dazu kommen Texte und eine Installation der Lüneburgerin Carolin George.

▶ Sonnabend, 16. Januar, 19.30 Uhr, Emmauskirche: „Mit Herz und Humor“ – Werke von Puccini, Berio, Zemlinsky und anderen, gespielt vom Acelga Bläserquintett. Das Programm verbindet dramatische Opern großer Meister und Berios skurriles „Opus Number Zoo“ mit Fabeln, da übernehmen die Musiker auch Sprechrollen.

▶ Sonntagt, 28. Februar, 17 Uhr, Emmauskirche: Klaviertrios von Schubert und Tschaikowsky, gespielt vom Frankfurt Piano Trio.

▶ Sonntag, 14. März, 17 Uhr, Johanneskapelle: Das Minguet Quartett spielt Streichquartette von Haydn, Rheinberger und Beethoven, dessen 250. Geburtstag in diesem Jahr eigentlich bundesweit auf großer Bühne gefeiert werden sollte.

Der Vorverkauf (unter anderem bei der LZ) läuft. Obwohl die Abstandsregeln deutlich weniger Zuschauer als sonst zulassen, und ein echter Weltstar engagiert wurde, bleiben die Ticket-Preise stabil. Dafür danken die Veranstalter den Sponsoren, vor allem der Volksbank Lüneburger Heide und der Stiftung Niedersächsischer Volks- und Raiffeisenbanken. Sollten die Abstandsregeln weiter gelten, werden alle Konzerte ab November in die Emmauskirche verlegt. Generell gilt: Einlass erst 30 Minuten vor Konzertbeginn, es gibt keine Garderobe, die Maskenpflicht gilt bis zum Platz.

Von Frank Füllgrabe