Samstag , 19. September 2020
Ulla Graßt (li.), Regine Tarara und Uwe Reinke zeigen ihre Werke unter der Überschrift „Farbe trifft Form“. Foto: t&w

Formen und Farben im Wechselspiel

Lüneburg. „Farbe trifft Form“ lautet das Motto der Ausstellung von Regine Tarara, Uwe Reinke und Ulla Graßt im Galeriehaus am Kulturforum Gut Wienebüttel. Für das Thema Form steht Uwe Reinke, der zum ersten Mal seine Werke ausstellt. Seine Frau Regine Tarara und ihre Künstlerkollegin Ulla Graßt steuern die Farbe zu den Steinplastiken bei – wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise. Die Malerinnen sind bereits durch viele Ausstellungen in der Region bekannt.

Ulla Graßt setzt mit zwar zarten, aber dennoch deutlichen Farbstrichen Akzente auf ihren Tuschebildern. Einige haben dickes Japan-Papier als Malgrund, sind dann gewachst und schließlich mit Linien aus Ölfarben ergänzt. Viel Schwung steckt in ihren Dreier-Serien „Ruhige und Unruhige Tage“, bei denen die Tusche verwässert zum Einsatz kommt (unruhig) oder satt schwarz malt, nur die Pinselhaarstruktur zu erkennen gibt (ruhig). Deutlich mehr Farbe im Spiel ist bei den Bildern von Regine Tarara. Ihre Spezialität sind Landschaften, die sie schichtweise in Acryl in behutsame Farbverläufe – oft in Blau- und Grüntönen – bettet. Es gehe ihr nicht um realistische Wiedergaben, erklärt die Künstlerin. Dennoch hört sie immer wieder, dass Betrachter Aha-Erlebnisse haben, erzählen, dass sie das auch schon mal gesehen haben. „Die einen verorten das Bild an der Elbe, die anderen an der Weser.“ Ihr persönlich geht es um die Auseinandersetzung mit Fläche und Farbe.

Der Dritte im Bunde liefert die Form. Uwe Reinke, einst Kunst- und Förderschullehrer, hat etliche Bildhauer-Kurse bei Gisela Milse in Radbruch absolviert und mittlerweile eine ganze Reihe von Skulpturen geschaffen, die bisher nur seinen Garten zierten. Er arbeitet mit Speckstein, aber auch dem härteren Sandstein – „Der Knoten“ (siehe oben) ist ein Beispiel dafür. Ein Lieblingsstück ist der „Japanische Ring“, der durch eine besondere Bohrtechnik zwei ineinander verschlungene Hälften darstellt.

Auf eine Vernissage wird aufgrund der Corona-Situation verzichtet. Die Exponate können sonnabends und sonntags von 11 bis 18 Uhr, letztmals am 13. September besichtigt werden.

Von Dietlinde Terjung