Theater und Politik trafen sich in Lüneburg zum Austausch. (Foto: t&w)

Austausch zwischen Theater und Politik

Lüneburg. Im Rahmen der Aktion „40.000 Theatermitarbeiter*innen treffen ihre Abgeordneten“ luden Mitarbeiter verschiedener Abteilungen des Theater Lüneburg Politiker zum Gespräch ein. Ziel der 2016 ins Leben gerufenen Aktion: ein direkter Austausch zwischen Theaterbeschäftigten und ihren politischen Repräsentanten, um Einblicke hinter die Kulissen und die besonderen Arbeitsweisen und Rahmenbedingungen an den Theatern zu geben.

Schauspielerin Beate Weidenhammer freut sich sehr über die vom Bund der Szenografen, der Dramaturgischen Gesellschaft, dem ensemble-netzwerk und dem Deutschen Bühnenverein initiierte Aktion: „Niemals sonst hätten wir die Möglichkeit gehabt, in einen so unmittelbaren, konstruktiven Dialog zu treten. Ein Balsam in diesen Zeiten der aufgeheizten Debatten.“ Kollege Niklas Schmidt ergänzt: „So eine Begegnung birgt die Chance, in den Köpfen zu bleiben und nachhaltig zu wirken.“

Theater wirkt Spaltung der Gesellschaft entgegen

Der Schauspieler betont, dass Theater ein existenzieller Baustein der Gesellschaft ist, ein Ort des Austauschs und der gelebten Demokratie. „Theater bringt Menschen zusammen und wirkt so der Spaltung der Gesellschaft entgegen. Und das wird nach Corona immens wichtig werden. Grund genug, in zukünftigen Kulturetatdebatten Erhöhungen anstatt Kürzungen zu denken“, sagt der 27-Jährige.

Beate Weidenhammer pflichtet ihm bei. Sie wünscht sich, dass deutlich wird, wie groß- und einzigartig die Theaterlandschaft in Deutschland ist: „Kultur muss für jeden zugänglich sein, nicht nur für eine Elite. Dafür brauchen wir mehr ideelle und finanzielle Unterstützung durch die Politik“, appelliert die Schauspielerin. Wichtig war ihr zudem, zu zeigen, welche große Nähe zwischen dem Theater Lüneburg und seinem Publikum herrscht und wie sehr die Theaterschaffenden die Zuschauer vermissen – und umgekehrt. lz