Donnerstag , 29. September 2022
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Lange Schlangen vor der Theaterkasse am Montag: Der Ticketverkauf hat begonnen. (Foto: be)

Ticketvorverkauf am Theater Lüneburg hat begonnen

Am Montag hat der Vorverkauf für alte und neue Produktionen am Theater begonnen - rund 1500 Karten wurden schon gebucht.

Lüneburg. Gegen 8.30 Uhr klackten die ersten Klappstühle der Wartenden, um 10 Uhr öffneten sich endlich die Türen: Der Vorverkauf für die neue Saison am Theater Lüneburg hat begonnen. Rund 1500 Karten haben die Mitarbeiterinnen der Theaterkasse am ersten Verkaufstag gebucht.

Besonders hoch im Kurs: das spartenübergreifende Musiktheaterprojekt „Der Sturm“, Start ist am 29. September, „Der kleine Wassermann“ als diesjähriges Familienstück im Großen Haus ab 25. November sowie die Abendgala zum Theaterfest am 4. September. Das Wetter war gut, die Stimmung ebenso und zur Verkürzung der Wartezeit gab es Wasser und Kaffee.

EC-Lesegerät funktionierte nicht

Nur das ec-Gerät wollte nicht so recht mitmachen und fiel gleich zu Beginn des Tages aus. „Aber unsere Gäste und wir sind ja wunderbar flexibel“, stellt Britta Haarmann von der Theaterkasse fest und ergänzt. „Wir haben zur Zufriedenheit aller unkomplizierte Lösungen gefunden.“

Die erste gute Nachricht zum Ende des Tages: Das Gerät hat den Dienst wiederaufgenommen. Die zweite gute Nachricht: Es gibt noch Karten für die Abendgala. Das Theater weist daraufhin, dass eine Buchung nur telefonisch oder persönlich an der Theaterkasse möglich ist, Bestellungen per Mail können leider nicht angenommen werden.

Das steht in dieser Saison auf dem Programm

Einen Ausblick auf die anstehende Saison verspricht das Theaterfest am Sonntag, 4. September, mit Platzkonzerten, öffentlichen Proben sowie Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene. Beginn ist um 11 Uhr. Der Eintritt ist frei – mit Ausnahme der Abendgala am selben Tag um 19 Uhr.

Bis Ende des Jahres stehen unter anderem folgende Premieren und Wiederaufnahmen auf dem Programm:

  • Schon vor dem offiziellen Start kehrt aufgrund des großen Erfolgs das Schauspiel „Mit der Faust in die Welt schlagen“ zurück auf die Junge Bühne T.3. Das Jugendstück, basierend auf dem Erfolgsroman von Lukas Rietzschel, setzt sich mit der Zerrissenheit Deutschlands in der Gegenwart auseinander.
  •  Am 17. September geht es dann weiter mit gleich zwei Premieren. Nach drei Jahren Pause steht im T.3 wieder ein Familienballett für Menschen ab fünf Jahren auf dem Programm. Ballettdirektor Olaf Schmidt und seine Kompanie widmen sich „Cinderella“. Die Sparte Musiktheater startet groß in die neue Saison: Am Abend des 17. September feiert „Der Troubadour“ Premiere im Großen Haus. Die Oper gehört zu Verdis „Großen Drei“. Sie markierte das Ende von Verdis „Galeerenjahren“ und war gleichzeitig ein Meilenstein hin zum modernen Musikdrama: Die Innigkeit und Dramatik in den Arien erreichten eine neue Intensität und Tiefe. Die prägenden Frauenrollen übernehmen Kammersängerin Iordanka Derilova und Mezzosopranistin Cornelia Salje. Es ist das erste Engagement der international erfolgreichen Sängerinnen am Theater Lüneburg. Gesungen wird Verdis musikalisch farbenreiches Werk in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
  • Die leitende Schauspieldramaturgin Hilke Bultmann wählt als Stichwort für den Schauspiel-Spielplan im Großen Haus „Haltung“. Genauer: „Wir leben in einer Zeit, die ganz vehement erfordert, Haltung zu zeigen oder doch zumindest danach zu suchen, was die eigene Haltung sein könnte. Wann handle ich? Warum handle ich nicht?“ Das führt unmittelbar zur ersten großen Schauspielproduktion: „Drei Schwestern“. Erstmals am Haus inszeniert der mehrfach ausgezeichnete Regisseur Daniel Kunze. Er zeigt, wie viel Humor und Optimismus in Tschechows großem Werk steckt. Premiere ist am 23. September auf der großen Bühne.
  • Der letzte Streich der vergangenen Spielzeit war die Premiere von „Der Sturm“. Das Musiktheaterprojekt unter Beteiligung aller Sparten in der Inszenierung von Gregor Müller und Philip Richert kehrt am 29. September zurück auf die große Bühne und steht bis zum 19. Februar 2023 auf dem Spielplan.
  • Im T.3 geht das Junge Musical ab 30. September in eine neue Runde: mit „Spring Awakening“. Gut 100 Jahre nach der Entstehung des Dramas von Wedekind ist der Stoff wieder hochaktuell. „Die Musik ist mal rockig, mal lyrisch und genauso wie das Stück insgesamt höchst anspruchsvoll und spannend. Ich freue mich sehr, gemeinsam mit den jugendlichen Darstellern einen weiteren großen Schritt zu gehen“, sagt Regisseur Friedrich von Mansberg.
  • Der Tanzabend „Green Light“ bietet zwei choreografische Handschriften sowie zwei völlig unterschiedliche Perspektiven auf eine mögliche Zukunft. Olaf Schmidt setzt sich mit der Lust, wieder das Leben zu spüren, auseinander. Gastchoreograf Tiago Manquinho entwickelt eine Vision, wie aus einer inneren Neuorientierung der Blick auf neue Möglichkeiten entsteht. Wiederaufnahme ist am 8. Oktober.
  • Die erste Neuproduktion im T.NT ist „Mein Herz – Mein Hund“, ein Theaterabend nach Briefen der Schauspielerin Olga Knipper und von Anton Tschechow. Dieser dramatische und zugleich humorvolle Dialog über die Liebe, Erfolge, Ängste, Krankheiten und über das Theater feiert am 9. Oktober Premiere.
  • Weiter geht es in der Sparte Schauspiel am 28. Oktober im T.3 mit „Die Zertrennlichen“ ab 9 Jahre. Im Zentrum: ein Mädchen und ein Junge auf dem Weg vom Kindsein zum Jugendlichwerden. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte – trotz vieler Vorurteile und Rückschläge. lz

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