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Johannes Groschupf.
Johannes Groschupf. (Foto: Auerbach)

Die Playlist meines Lebens: Johannes Groschupf

Die Playlist fragt nach zehn Musiktiteln, die im Leben besondere Bedeutung haben. Heute: Johannes Groschupf.

Der in Lüneburg aufgewachsene, in Berlin lebende Schriftsteller und Träger des Deutschen Krimipreises – „Berlin Prepper“ (2019), „Berlin Heat“ (2021) – kommt mit seinem dritten, wieder bei Suhrkamp erscheinenden Thriller „Die Stunde der Hyänen“ zum Lüneburger Krimifestival – Mittwoch, 2. November, 20 Uhr, Lünebuch.

1 „Herrn Pastor sien Kauh“: Das längste plattdeutsche Lied hat wohl mehr als hundert Strophen. Mein Vater, der Platt sprechen konnte, hat es mir beigebracht, hängengeblieben ist die Strophe: Un uns niege Füerwehr, Füerwehr, Füerwehr kreeg en Pott voll Wagensmeer, von Herrn Pastor sien Kauh! Grüße gehen raus nach Schwerin, dessen Glockenspiel am Rathaus die Melodie spielt!

2 B. B. King – “Stand By Me”: Unser Lied auf dem Standesamt. Ich dachte noch: Johannes, nimm lieber die Beine in die Hand … Aber ich wollte den Song zu Ende anhören.

3 Georges Moustaki – „Le Métèque“: Eine Lüneburger Erinnerung an meine Jugendliebe, ich konnte kein Wort Französisch, musste das Lied immer wieder hören und das schönste Mädchen der Welt küssen.

4 Ludwig van Beethoven – Klavierkonzert Nr. 5, 2. Satz: Beethoven ist unterschätzt. Ein Meister der leisen, gedämpften Töne, und dies ist sein Meisterwerk.

5 Keith Jarrett – „The Köln Concert“: Die Geschichte dazu ist bekannt: Jarrett war übermüdet, fand den falschen Flügel vor, der auch noch verstimmt war, hatte kaum gegessen und keine Lust zu spielen – und dann folgte ein unvergessliches Konzert. Die Meerschweinchen meiner Tochter scharten sich immer um den Lautsprecher, wenn das Stück lief.

6 Tom Waits– “Time”: Ich sag es nicht gern, aber Tom Waits ist als Songwriter besser als Bob Dylan. Poetischer, zärtlicher, grimmiger, radikaler, witziger.

7 Etta James – „I’d Rather Go Blind“: Und zwar live at Montreux 1975, schaut es euch auf YouTube an. Eine leicht derangierte Etta James singt nicht einfach ihren Song, sondern erlebt den Schmerz der verlassenen Frau noch einmal und gibt ihm ihre unfassbar kraftvolle Stimme.

8 Fleetwood Mac – “Go Your Own Way”: Okay, es wird etwas peinlich, doch es muss sein. Noch ein verlassener Liebhaber, noch eine grandiose Live-Performance: Dance Tour 1997. Großartiges Gitarrensolo von Lindsay Buckingham.

9 Ry Cooder­ – “Theme From Southern Comfort”: Soundtracks sind ein eigenes Thema, Bob Dylans Instrumentals von „Pat Garrett & Billy the Kid“ müssten auch genannt werden. Aber Ry Cooder macht einfach die besten Filmsongs. Der Film ist seltsam, hat aber eine geniale Cajun-Session.

10 Pietro Mascagni – „Cavalleria Rusticana“, Intermezzo: Ist mir zuerst in Scorseses Film „Raging Bull“ begegnet. Auch Männer lassen sich zu Tränen rühren.

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