Sonntag , 20. September 2020
Timo Elliger (l.) und Michael Tietz planen ein siebenstündiges Sülzival. Foto: t&w

Radio ZuSa lädt ein zum Sülzival

Lüneburg. Der Name ist genial. „Neue Sülze“ nennen Timmo LaBouche und Don Tizzo ihre Sendung, bei der sie über ihre Kartoffelsucht und ihre Leidenschaft für Drehstühle sprechen, über Getränkeunfälle, Verschwörungstheorien und was ihnen noch einfällt – alle 14 Tage mittwochs von 21 bis 23 Uhr auf Radio ZuSa. Jetzt machen sie was anderes, ein „Sülzival“, sieben Stunden lang.

Seit September 2018 quatschen, reden, flachsen, debattieren Timo Elliger und Michael Tietz, wie sie im wahren Leben heißen. Gelaufene Sendungen sind als Podcast nachhörbar (neuesuelze.podcaster.de).

Das Format des Redens über Gott und die Welt ist seit längerem populär, zu den bekanntesten Podcastern gehören Jan Böhmermann und Olli Schulz. Sie haben in Corona-Zeiten ihren Spotify-Podcast „Fest & Flauschig“ inzwischen auf nahezu täglich umgestellt.

Gesendet wird aus dem ZuSa-Studio

„Neue Sülze“ wird durch Musik und Gäste bereichert. Mitgeredet haben zum Beispiel Oliver Kalkofe, Gregor Gysi, Andreas Dorau, Yared Dibaba und Worst of Chefkoch. Gesendet wird in der Regel aus dem ZuSa-Studio, aber auch mal aus dem Brauhaus Nolte oder aus einem Waschsalon. Jetzt aber steht das Sülzival am 23. Mai im Zentrum.

Es soll eine Art kleiner und sicher ironiehaltiger Ersatz für all die geplatzten Festivals von Hurricane über Fusion bis Deichbrand werden. Musikalisch wird eine Art „Best-of“ aus bisher rund 80 „Neue Sülze“-Episoden geboten – von 16 bis 23 Uhr und alles im „Festival Style“. Was das ist, erklärt Timo Elliger: „Wir tun eben so, als wären wir auf einem Festival, mit entsprechenden Geräuschen, Gesinge und allem, was dazugehört.“ Ob sie gegen 23 Uhr noch zurechnungsfähig sind? Wird sich zeige…

„Rhythm ‚n‘ Noise“-Projekt KiEw

„Best-of“ heißt beim Sülzival, es geht stilistisch quer durch Pop, Elektro und Punk. Timo Elliger, im wahren Leben Sozialarbeiter bei der Lebenshilfe, ist selbst als Musiker aktiv. Mit Naomi Sample & The Go Go Ghosts produziert er so etwas wie Trash-Elektro. Seine Band gehört zu den Live-Acts, die beim Sülzival auftreten. Aus London zugeschaltet wird Naomi-Weggefährte Gwen, aus Rotterdam Firestarter, und aus Lüneburg lässt es Andreas Thedens mit seinem „Rhythm ‚n‘ Noise“-Projekt KiEw krachen.

Weitere Live-Beiträge sind geplant. An ihrem „Neue Sülze“-Abend am 13. Mai ab 21 Uhr gibt’s auf ZuSa dann auch noch Genaueres. oc