Mittwoch , 23. September 2020
Dr. Joachim Mähnert, Direktor des Ostpreußischen Landesmuseums, in der Gemäldegalerie. Foto: t&w

Sie sind wieder da

Lüneburg. Die Türen zur Kultur öffnen sich wieder – einen Spalt breit: Ab heute, Mittwoch, dürfen in Niedersachsen Museen und Galerien wieder Besucher empfangen. „Wir scharren mit den Hufen“, heißt es etwa aus dem Freilichtmuseum am Kiekeberg. Wer startet in und um Lüneburg wann? Eine Umfrage.

Museumsstiftung Lüneburg:

Sowohl das Museum Lüneburg als auch das Deutsche Salzmuseum können ab Donnerstag, besucht werden, mit eingeschränkten Öffnungszeiten. Von Dienstag bis Freitag öffnet das Salzmuseum jeweils von 10 bis 14 Uhr, das Museum von 14 bis 18 Uhr. An den Wochenenden sind beide Häuser von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Das Museum Lüneburg will bei den Besuchern mit Schwerpunkten arbeiten: So sollen Mittwoch und Sonntag als Familientag ausgerichtet sein, der Freitag richtet sich vornehmlich an „Risikogruppen“.

Ostpreußisches Landesmuseum:

Hier geht es am 12. Mai los, „mit angezogener Handbremse“, sagt Direktor Joachim Mähnert: keine Veranstaltungen, keine Touchscreens, keine Mikroskope etc. Die Käthe-Kollwitz-Ausstellung wird bis Ende September verlängert.

Wasserturm:

„Wir sind bis ins Detail vorbereitet“, sagt Geschäftsführerin Friederike Westphal. Am Donnerstag, sperrt sie die Türen auf. Nur wenn Hochzeiten sind, wie am 8. Mai von 13 bis 16 Uhr, dürfen andere Besucher nicht hinein.

Kulturbäckerei:

Dort wurde der 11. Mai als Stichtag zum Start bestimmt. Zwei Ausstellungen wurden noch am Tag vor dem „Lockdown“ auf den Weg gebracht. Sie wurden bis zum 31. Mai verlängert. In der Kunsthalle zeigt Dietger Luckow aus Bardowick einen großen Querschnitt aus seinem Werk – Titel: „Gewesen – Sein – Werden“. Im Artrium ist die Fotoserie „Herr M.“ von Lukas Heibges zu sehen, eine künstlerische Annäherung an die Geschichte eines Fälschers.

Kunstverein Lüneburg:

Der Kunstverein zeigt aktuell in der Lünerstraße 10a die Ausstellung „Amantikir“ von Ilka Raupach. Sie ist vom großen Schaufenster gut einsehbar, jetzt aber auch in Gänze: „Wir öffnen vorerst sonnabends von 11 bis 16 Uhr. Es dürfen maximal zwei Besucher/innen gleichzeitig rein. Es gibt natürlich Hygienevorschriften“, so die Vorsitzende Angela Schoop.

Freilichtmuseum am Kiekeberg:

Ab heute, Mittwoch, öffnen sich in Rosengarten-Ehestorf die Tore „mit optimierter Besucherführung“. Die kleinräumigen Außenstellen aber bleiben geschlossen, Mitmachaktionen, Führungen, Kurse und größere Veranstaltungen finden nicht statt.

Rathaus Lüneburg:

Im wertvollen historischen Rathaus geht noch nichts, und das aus einem einfachem Grund: Da dort nur Führungen angeboten werden, sich also Gruppen bilden, ist eine Öffnung noch nicht möglich. „Eventuell wird es hier Lockerungen geben, wenn es auch zu Lockerungen im Bereich Hotel und Gastronomie kommt“, sagt Stadtpressesprecherin Ann-Kristin Jenckel.

Kloster Lüne mit Teppichmuseum:

Hier wird es – ähnlich wie beim historischen Rathaus – noch ein paar Tage dauern. „Wir wollen uns mit den anderen Klöstern absprechen. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass wir beginnen, wenn auch das Café wieder öffnet“, sagt Äbtissin Freifrau Reinhild von der Goltz.

Weitere Beispiele:

Der Kunstraum Tosterglope überlegt noch, ob die eigentlich bis zum 31. Mai geplante Ausstellung „Hörproben“ in reduzierter Form möglich ist, es wird eine gedruckte und digitale Fassung erscheinen.

Die Halle für Kunst, der Kunstverein Region Dahlenburg, der Kulturraum Bardowick und weitere haben für Mai keine Pläne.

Der Kunstkreis 2012 kann seine Präsentationen im Lüneburger Modecafé Aust bereits seit Öffnung der Läden fortsetzen.

Von Hans-Martin Koch