Dienstag , 29. September 2020
Auch das Salzmuseum ist zurzeit verwaist. Foto: Museumsstiftung

Museen sollen schnell wieder öffnen

Lüneburg. Warum können die Museen nicht öffnen? Es wäre ein erster Schritt, das kulturelle Leben wieder zu beleben – an Orten, die anders als Konzertsäle oder Theater ohne Probleme Corona-Bedingungen gerecht werden können.

Einen Vorstoß, Lüneburg betreffend, starten Berni Wiemann (FDP) und Dr. Inge Voltmann-Hummes (SPD) als Vorsitzende des Landkreis-Kulturausschusses. „Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir alle unsere politischen und persönlichen Kontakte nutzen sollten, um die Landesregierung von der Unsinnigkeit der Museumsschließungen zu überzeugen“, heißt es in einem Aufruf der Kommunalpolitiker. Gerade jetzt sei es kontraproduktiv, sinnvolle Freizeit- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu verbieten, obwohl sie höchste Hygieneanforderungen garantieren könnten, heißt es in dem Schreiben. Für den Kulturausschuss der Stadt haben sich Birte Schellmann (FDP) und Ernst Bögershausen (Grüne) der Initiative angeschlossen. Gedacht ist ans Museum Lüneburg und das Deutsche Salzmuseum, aber auch an die Ausstellungsräume in der Kulturbäckerei. Gleiches gilt für das Ostpreußische Landesmuseum. Unterstützt sehen sich die Politiker von Landrat Jens Böther. Er ist aber an Verordnungen der Landesregierung gebunden. Die hatte zuletzt am 17. April angeordnet, dass Museen noch geschlossen bleiben. Der Beschluss gilt vorläufig bis zum 6. Mai.

Böther wie die Vertreter der Parteien wollen ihre Kontakte nach Hannover nutzen, um „die Anzahl der ‚steten Tropfen‘ deutlich zu erhöhen“, um eine zeitnahe Öffnung zu erreichen. oc