Dienstag , 29. September 2020
Stephanie Freienstein ruft zur kreativen Auseinandersetzung mit Krisenzeiten auf. Foto: privat

Phönix aus der Asche

Reinstorf. Sie ist Autorin, Lektorin, Textcoach, Schreibtrainerin und Dozentin. Stephanie Freienstein lebt in Holzen, im Reinstorfer One-World-Zentrum betreibt sie ein Schreibcafé, einen Ort für kreatives Schreiben. Jetzt ruft Freienstein mit ihrem Schreibcafé zu gleich zwei Schreibwettbewerben in der Krise und gegen die Krise auf: einen für Schüler, einen für Erwachsene. Eine Menge Kooperationspartner unterstützen den Wettbewerb der kurzen Geschichten.

Wie Katastrophen zu Glücksfällen werden

„Wie Phönix aus der Asche oder: Wie aus einer Katastrophe ein Glücksfall wird“ lautet das Thema für Erwachsene. Freienstein will „einen Kontrapunkt gegen Hoffnungslosigkeit, Perspektivlosigkeit und vielleicht auch Langeweile in der so notwendigen Isolation setzen.“ In fiktiven Kurzgeschichten, also nicht in reinen Erlebnisberichten, soll deutlich werden, wie eine Krise den Weg zu Neuem öffnet oder öffnen kann. Die Krise kann, muss aber nicht unbedingt Corona heißen.

Teilnehmer sollten aus der Region Lüneburg kommen. Der Umfang der Geschichte sollte fünf DIN-A-4-Seiten nicht überschreiten bzw. 1700 Wörter oder 10000 Zeichen. Einsendeschluss ist der 15. Juni. Geschickt werden muss die Geschichte an die Mailadresse Schreibengegendiekrise@web.de. Genauere Info zu Schriftgröße, Zeilenabstand etc. finden sich auf der gleichnamigen Webseite www.schreibengegendiekrise.de oder bei www.1w-lg.net.

Wie leben wir nach Corona?

Für die Gewinnern gibt es Buchpreise, Veranstaltungsgutscheine und eine Veröffentlichung im Netz und einem Printmedium. Eine fachkundige Jury entscheidet über die Gewinner. Kooperationspartner sind das Theater Lüneburg, das Kulturzentrum One-World und die Buchhandlung Bücher am Lambertiplatz.

Beim Schülerwettbewerb kommen als Partner das Junge Literaturbüro und der Landkreis Lüneburg hinzu. Studienrätin Katrin Maliers, Fachobfrau Deutsch am Gymnasium Bleckede, hat diesen Wettbewerb mit Stephanie Freienstein entwickelt. „Geschichten aus der Zukunft“ sollen Schülerinnen und Schüler der Klassen vier bis 13 schreiben. Als Grundidee einfließen soll das Sprichwort „Nichts ist so schlecht, dass es nicht auch für etwas gut ist“. Wie leben wir nach Corona? Was hat sich zum Guten gewandelt? Welche neuen Möglichkeiten gibt es? Um diese Fragen soll sich eine maximal drei DIN-A-4-Seiten lange Geschichte aus der Zukunft drehen.

Auch hier gilt: einsenden bis 15. Juni, Mailadresse: Schreibengegendiekrise@web.de. Alle weiteren Details stehen auf den oben genannten Webseiten. Buchpreise und Gutscheine für verschiedene Altersklassen werden gestiftet, eine mögliche Veröffentlichung wird zurzeit noch geprüft.

Von Hans-Martin Koch