Samstag , 26. September 2020
Lisa Schumann, Daniel Heide und Sayaka Schmuck sind das Trio Schmuck, zu hören am Sonntag, 23. Februar, im Gemeindesaal der Emmauskirche. Fotos: privat

Nicht ohne Mozarts Lieblingsinstrument

Adendorf. Die aktuelle Adendorfer Serenade geht auf die Zielgerade: Nach zwei Zusatzkonzerten am Freitag, 14. Februar, in der Oberschule am Katzenberg mit dem „ Karneval der Tiere“ ist am Sonntag, 23. Februar, um 11.30 Uhr das Trio Schmuck im Gemeindesaal der Emmauskirche zu Gast. Sayaka Schmuck (Klarinette), Lisa Schumann (Violine/Viola) und Daniel Heide (Klavier) spielen ein Programm von Klassik bis Tango.

Das Trio spielt also Kammermusik in ungewöhnlicher Besetzung. Mozarts Lieblingsinstrument war die Klarinette. Sein „Kegelstatt-Trio“ war das erste Werk für die Besetzung Klarinette, Bratsche und Klavier. In der Romantik schuf Max Bruch seine Stücke op. 83 für diese Besetzung unter anderem für seinen Sohn Felix, der als Dirigent und Klarinettist in Hamburg lebte. In Massenets berühmter Meditation und Piazzollas „Vier Jahreszeiten“ erklingt die Violine an Stelle der Bratsche. „Von Klassik bis Tango“ wird von den Musikern auch moderiert.

Klarinettistin in der NDR Radiophilharmonie

Die Klarinettistin Sayaka Schmuck studierte an den Musikhochschulen Weimar. Sie ist Preisträgerin verschiedenster Wettbewerbe; unter anderem gewann sie 1998 den „Concursul International de Muzica Jeunesses Musicales“ in Bukarest, erhielt im selben Jahr einen Preis bei den Internationalen Stockhausen-Meisterkursen und im Jahr 2000 den „Hans-Sikorski-Gedächtnispreis“ der „Deutschen Stiftung Musikleben“ für die Interpretation zeitgenössischer Musik. Nach Engagements im Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Cairo Symphony Orchestra, Staatsoper Hannover,  Komische Oper Berlin, Sinfonieorchester Wuppertal war sie bis 2013 Solo-Es-Klarinettistin im Gewandhausorchester, bis 2016 war sie Klarinettistin in der NDR Radiophilharmonie Hannover.

Lisa Maria Schumann (Violine und Viola) studierte seit ihrem achten Lebensjahr bei Zakhar Bron, in dessen Klasse an der Hochschule für Musik und Tanz Köln sie auch ihren Abschluss machte. Anschließend studierte sie bei Daniel Sepec in Basel und Lübeck. Sie ist ebenfalls Gewinnerin zahlreicher Wettbewerbe darunter erste Preise in Solo- wie auch in Kammermusik-Kategorien. Zuletzt gewann sie 2013 den ersten Preis beim „Internationalen Alois Kottmann Wettbewerb für klassisches, sangliches Violinspiel“ in Frankfurt (Deutschland). Konzertreisen führten sie unter anderem nach Österreich, die Schweiz, Frankreich, Japan (NHK Saal) und Deutschland (Tonhalle Düsseldorf, Philharmonie Köln u.a.) und zu Festivals wie Heidelberger Frühling und Beethoven Fest Bonn.

Russland, Kanada und Deutschland

Der Pianist Daniel Heide, begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspiel an der Weimarer Spezialschule für Musik „Belvedere“. Er unterbrach seine pianistische Ausbildung, tauschte das Klavier mit dem Schlagzeug und suchte sportliche Herausforderungen in einem Radsportteam. Inzwischen widmet er sich ausschliesslich dem Konzertieren als Liedbegleiter und Kammermusiker. Daniel Heide ist ECHO-Klassikpreisträger und als Kammermusikpartner und Liedpianist bekannt von Sängern wie Stella Doufexis, Christoph Pregardien, Simone Kermes und André Schuen.

Am Sonnabend, 7. März spielt das Eliot Quartett in der Bibliothek in Adendorf den Schlussakkord der Serenade. Um 11 Uhr beginnt das Kinderkonzert „Märchenstunde“, um 19.30 Uhr folgt das Programm „Beethoven: Anfang und Unendlichkeit“. Im Kinderkonzert erzählt das Quartett die Lieblingsgeschichten seiner Kindheit, die Musiker sind in ganz unterschiedlichen Teilen der Welt aufgewachsen: Das Eliot Quartett gründete sich im Sommer 2014, das international besetzte Ensemble – die Mitglieder stammen aus Russland, Kanada und Deutschland – ist Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe. Zu hören ist Musik von Tschaikowski, Schumann, Brahms und anderen.

Das Abendkonzert bietet einen Beethoven-Zyklus in Kleinformat: Das erste und letzte Streichquartett, ergänzt durch das dritte „Rasumowsky-Quartett“. Das Eliot Quartett ist nach dem US-amerikanischen Schriftsteller T. S. Eliot (1888-1965) benannt, der sich von den innovativen, späten Streichquartetten Ludwig van Beethovens zu seinem letzten großen poetischen Werk „Four Quartets“ inspirieren ließ. lz