Freitag , 2. Oktober 2020
Das Trio kennt sich aus Studienzeiten: Sarah Behrendt (vorne), Amélie Saadia und David Arnsperger. Foto: privat

An diesem Abend haben die Herren frei

Scharnebeck. „Warum nicht mal einen „Mädelsabend“ veranstalten, dachte sich Elke Koops, als sie vor gut fünf Jahren das Amt als Kulturbeauftragte der Samtgemei nde Scharnebeck antrat. Damals war es das Saxophonquartett „Frollein Sax“, das exklusiv für weibliche Gäste spielte. „Das war ein Riesenerfolg“, erinnert sich Koops. Mittlerweile ist es Tradition, dass sie im Veranstaltungskalender stets ein Angebot hat, das sich nur an Frauen richtet. „Die Herren haben frei“ lautet die Devise – auch in diesem Jahr.

Den Anfang macht das Konzert „Mädelsabend – Herzenssache“ am Sonntag, 15. März um 16 Uhr in der Domäne Scharnebeck. In dem historischen Gebäude mit dem Fachwerksaal im Obergeschoss werden Amélie Saadia, Mezzosopranistin, Pianistin und Musik-Kabarettistin, Sarah Behrendt, Sopranistin, und Bariton David Arnsperger ein musikalisches Feuerwerk aus Opernarien, Chansons und Musical-Hits darbieten, ist sich Koops sicher. Denn Sarah Behrendt mit ihrer kristallklaren Stimme, der gefeierte Musicalstar David Arnsperger und Publikumsliebling Amélie Saadia haben eine mitreißende Show erarbeitet. Das Trio kennt sich aus Studienzeiten, tritt hin und wieder gemeinsam auf, ansonsten aber verfolgt jeder seine eigene Karriere. Mit David Arnsperger ist zwar ein Mann unter den Mädels, „doch wenn es um Akteure geht, ist das okay“, erklärt Koops.

Professor für Jazzgesang in Hamburg

Den nächsten Leckerbissen gibt’s am Freitag, 24. April, um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Rullstorf. Serviert wird Jazz von Ken Norris & Band mit dem Titel „Reflection“. Der Amerikaner Ken Norris lernte schon als Fünfjähriger sein erstes Musikinstrument, studierte später aber zunächst Architektur in New York, bevor er nach Paris und ins Fach Musik wechselte und heute als Professor für Jazzgesang in Hamburg lebt.

In Rullstorf werden ihn Lutz Krajenski an der Hammondorgel und Saxophonist Malte Witte sowie Christin Neddens am Schlagzeug begleiten. Krajenski ist durch enge Zusammenarbeit mit Roger Cicero († 2016) bekannt geworden, Malte Witte gehörte zum Bundesjugendjazzorchester (Peter Herbolzheimer), spielte Latin-Studio-Produktionen mit Crispín Fernandez ein, wirkte bei Merengue- und Salsa-Combos mit. Und Drummerin Christin Neddens kann sich als freischaffende  Musikerin mittlerweile aussuchen, mit wem sie zusammenarbeitet, heißt es.

Vielfach ausgezeichnete Harfenistin

Rockig wird‘s am Sonnabend, 16. Mai, um 19.30 Uhr, wenn Philip Richert in Echem das Open Air „Rock the Soul“ startet. Vielen ist Richert als Schauspieler am Lüneburger Theater bekannt, aber auch als Chanson-Diva Lulu Mimeuse oder Magier Stelzfuß in „The Black Rider“. Seine zweite Leidenschaft ist die Musik und dafür hat er zwei Bands: As You Like It sowie Philip & You. Richert komponiert und textet die Songs, stets gekrönt mit treibenden Beats.

Zum Ausklang des Sommers steht ein Konzert „von besonderer Klasse und in der Besetzung von großem Seltenheitswert an“, freut sich die Kulturbeauftragte. Am 12. September (Uhrzeit noch offen) werden der renommierte Cellist Ramon Jaffe und seine Tochter Serafina, eine vielfach ausgezeichnete Harfenistin, in der Lüdersburger Kirche Peter und Paul Werke aus verschiedenen Epochen interpretieren.

Für den Herbst ist ein Gospel-Konzert geplant und zu guter letzt der Weihnachtsmarkt mit dem Chor „MissTöne“ als Highlight. Die Feindaten kommen noch. Ferner weist Elke Koops darauf hin, dass generell Änderungen möglich seien.

Von Dietlinde Terjung