Sonntag , 27. September 2020
Torsten Maaß bei seinem ersten Probenabend an der Leuphana. Foto: Michael Behns

Bigband-Profi bringt neue Qualität ins Haus

Lüneburg. Eine Studentin der Umweltwissenschaften, die leidenschaftlich gern Klavier spielt, ein Chemie-Student, der Hobby-Trompeter ist, aber auch Studierende des Fachbereichs Musik haben an der Leuphana die Möglichkeit, in einem der vielen Klangkörper der Universität ihre Passion auszuleben. Rebecca Lang, Musikdirektorin der Leuphana, ist begeistert von den Talenten: „Bei vielen von ihnen merkt man, dass sie eigentlich auch an einer Musikhochschule studieren könnten. Sie haben sich zwar für eine andere Richtung entschieden, wollen aber parallel dazu weiter musizieren.“

Um den Musikinteressierten mehr bieten zu können als pure Pädagogik, Wissenschaft und Theorie, habe sie nach einem „Partner“ mit einem spezifischen Genre-Fokus Ausschau gehalten, mit dem sie die auch die aktive künstlerische Seite präsentieren könne – und in Torsten Maaß „den Richtigen“ gefunden. „Damit erhält das Musikensemble-Programm noch mehr Niveau und Profil“, freut sich Rebecca Lang.

Solist, Bandleiter und Arrangeur

Der renommierte Trompeter ist der erste „Artist in residence“ in der Musik und übernimmt die Leitung der Bigband, jeden Mittwoch ist Probe. Maaß, 52 Jahre alt, ist ein erfahrener Künstler seines Fachs, spielt seit seinem sechsten Lebensjahr Trompete. Er wird zusammen mit der Band, aber auch als Solist auftreten. „Ich bin begeistert, dass an der Leuphana der Bereich Musik so stark gefördert wird“, sagt der erfahrene Solist, Bandleiter und Arrangeur. Das hätte er sich in seiner Studienzeit auch gewünscht, dass ein Profi erklärt, worauf es bei einem Auftritt ankommt. Laut Anmeldelisten seien alle nötigen Instrumente vertreten, sodass die ersten Konzerte zügig vorbereitet werden können.

Jazz Café am 18. Dezember

Wirken Artists in residence häufig als Stipendiaten einer Stiftung oder Ähnlichem, steckt hier ein anderes Konstrukt dahinter, wie Pressesprecher Henning Zühlsdorff erklärt: „Torsten Maaß wird im Rahmen von Lehraufträgen für zwei Semester an der Leuphana sein. Wir sind überzeugt, dass ein Profi wie er die Studierenden besonders gut motivieren kann. Dass das Engagement der Studierenden so groß ist, liege wohl auch an den guten Bedingungen: so können die Musiker quasi jederzeit Probenräume nutzen.

„Nun werden wir uns die Bibliothek vorknöpfen und Stücke heraussuchen“, beschreibt Maaß, sein Vorgehen und freut sich mit Rebecca Lang schon auf den ersten Termin, das „Jazz Café, das für den 18. Dezember geplant ist. „Dann werden im Forum Bigband, Kammerchor und eine Combo das Gegenstück zum Sommersalon gestalten – Stehtische, Getränke, Musik, das wird toll“, schwärmt sie.

Von Dietlinde Terjung