Donnerstag , 1. Oktober 2020
Die Ausstellung "Brickpunk" mit Werken von Frank Füllgrabe ist in Adendorf zu sehen. Foto: ff

Schauplätze für die Fantasy

Lünbeurg. Wie belastbar sind Ikonographien? Die Ausstellung „BrickPunk“ in der Adendorfer Bücherei am Rathausplatz (bis 1. Juni) zitiert berühmte Gemälde, Porträts und bekannte Filmszenen, zugleich werden die Vorbilder in die Ästhetik dänischer Plastikbausteinchen übertragen. Was bleibt von der Aura des Originals, in diesem Fall, siehe Foto oben Mitte, von Heinz Schubert alias Ekel Alfred? Die Lego-Objekte von Frank Füllgrabe wurden auf die Fotowirkung hin gebaut, Ziel des Arbeitsprozesses ist immer das Bild – keine Skulpturenausstellung also.

Fantastische Natur-Szenarien

Zwei weitere Ausstellungen drehen sich um Fantasy und angrenzende Genres: Astrid Michalik stellt bis Ende April im Lüneburger Modecafé Aust (Am Berge) aus, dem Domizil des Kunstkreises 2012, sie zeigt vor allem kraftvolle, von Energie durchströmte, fantastische Natur-Szenarien; Cigdem Erclebi rundet die Präsentation mit konkreten, märchenhaft-mythologischen Motiven ab.


Symbolfigur der Emanzipation

In der Ratsbücherei ist die Rotenburgerin Larissa Scheermann bis 27. April ebenfalls mit eindringlichen Fantasy-Szenarien präsent, mit Arbeiten, die etwa „Sumerische Nächte“ und „Töchter der Lilith“ (gemeint als Symbolfigur der Emanzipation) heißen. Dazu kommen Frauenportraits und Text-Bild-Collagen, die Bezug nehmen auf Asyl-Dichterinnen wie Hilde Domin und Else Lasker-Schüler. ff