Sonntag , 27. September 2020
Francis (Yves Dudziak) und Ikarus (Richard Erben) sind Verbündete. Foto: t&w

Fast wie im normalen Leben

Lüneburg. Zwei liebenswerte Außenseiter, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen: Am Freitag feiert das Schauspiel „Mongos“ von Sergej Gößner Premiere auf d er Jungen Bühne T. 3. Das Stück wurde für Zuschauer ab vierzehn Jahren konzipiert. Als Francis ist Yves Dudziak zu erleben, die Rolle des querschnittsgelähmten Ikarus übernimmt Richard Erben.

Es inszeniert Jule Kracht, die als freie Regisseurin unter anderem in Mannheim, Dresden, Münster und Baden Baden gearbeitet hat. Für das Bühnen- und Kostümbild zeichnet Kristel Bergmann verantwortlich und für die Musik und die Arrangements Mart Barczewski. Das Stück steht bis zum 14. Juni insgesamt zehn Mal auf dem Spielplan. Die Premiere sowie die Vorstellung am 26. April sind bereits ausverkauft.

Über Frauen reden

Francis und Ikarus haben nicht gerade die besten Voraussetzungen für eine wilde und großartige Jugend: Francis hat Multiple Sklerose, und Ikarus sitzt nach einem schweren Sport­unfall im Rollstuhl. Kennengelernt haben sie sich in der Reha-Klinik, und seit sie in ein gemeinsames Zimmer verlegt wurden, sind sie unzertrennlich. Sie machen fortan in der Klinik alles, was Jungs in ihrem Alter so interessiert: über Frauen reden, rauchen, saufen, über Frauen reden, ins Kino gehen, von Abenteuern träumen, über Frauen reden.

Aber die coolste Zwölf-Quadratmeter-Wohngemeinschaft der Klinik gerät in Gefahr, als Ikarus sich wirklich verliebt und dabei an seine Grenzen stößt. Und dann erfährt er auch noch, dass Francis in zwei Tagen entlassen werden soll. lz