Freitag , 18. September 2020
Die Geigerin Anne Luisa Kramb spielt Neujahrskonzerte mit den Göttinger Symphonikern. Foto: Pro Podium

Die Welt wird voller Walzer sein

Lüneburg. Zu den verlässlichen Terminen im Konzertkalender zählen Neujahrskonzerte. Sie finden zwar nicht unbedingt am 1. Januar statt, haben aber ihren festen Platz in den ersten Tagen des Jahres. Wie beginnt das Jahr 2019 in und um Lüneburg? Ein Überblick:

Das Konzert, das tatsächlich am Neujahrstag stattfindet, wird wie in jedem Jahr von den Lüneburger Symphonikern gespielt – und ist wie in jedem Jahr seit langem ausverkauft. Was ebenfalls wie alle Neujahr wieder der Fall ist: Das Programm wird vorab nicht verraten. Friedrich von Mansberg wird am 1. Januar um 17 Uhr durch den Abend führen, als Dirigent leitet Ulrich Stöcker die Symphoniker. Es wird wieder ein zweites Konzert geben, am Mittwoch, 2. Januar, um 20 Uhr. Das ist noch nicht ausverkauft.

Auf eine ähnliche Tradition kann der Kultur- und Heimatkreis Bleckede blicken. Er lädt zum 26. Neujahrskonzert ein, das in diesem Jahr am Sonnabend, 5. Januar, um 18 Uhr im Bleckeder Haus beginnt. Spielen werden die Göttinger Symphoniker, was ebenfalls längst zur Tradition geworden ist. Hier wird vorab verraten, was erklingt. „Von Budapest nach Wien“ lautet das Motto, das nach Walzer, Polka und Csárdás klingt. Mit Werken von Johannes Brahms, Johann Strauss (Sohn), Camille Saint-Saëns, Hector Berlioz und Pablo de Sarasate wird das alles bedient – mal sehr direkt, mal in Verfeinerung. Als Solistin ist die Geigerin Anne Luisa Kramb zu hören, die Leitung hat der neue Chefdirigent und künstlerische Leiter Nicholas Milton. Die Göttinger spielen das gleiche Programm am Sonntag, 6. Januar, um 11 Uhr im Uelzener Theater an der Ilmenau.

Neujahrskonzert im Kino

Die nächste Tradition. Regelmäßig trifft sich das Wendland-Sinfonieorchester (WSO) über Silvester zu einer Arbeitsphase im Missionarischen Zentrum Hanstedt. Dort werden von jungen Musikern aus ganz Deutschland und aus dem benachbarten Ausland anspruchsvolle sinfonische Werke einstudiert. Eines der beiden WSO-Neujahrskonzerte führt am Freitag, 4. Januar um 19.30 Uhr ins Kurhaus Bad Bevensen. Gespielt wird Musik von Antonín Dvořák („Die Mittagshexe“), Edward Grieg (Klavierkonzert a-Moll) und Pjotr Tschaikowski (Sinfonie Nr. 5). Die Leitung hat Friedrich Praetorius.

Gleich zweimal kommt ein Kammerorchester namens Wiener Strauss Symphoniker zum „großen Neujahrskonzert“ in die Region. Die Musiker spielen Hits von Johann und Josef Strauß, Mozart, Haydn und Lehár – am Montag, 7. Januar, um 20 Uhr im Verdo Hitzacker und am Sonnabend, 12., ab 20 Uhr in der Stadthalle Winsen.

Wer es leichter haben möchte und wem das direkte Konzert­erlebnis nicht so wichtig ist, der kann ein Neujahrskonzert im Kino erleben: André Rieu und sein Johann-Strauß-Orchester sind in einer Aufzeichnung aus dem Rathaus Sydney am Sonnabend/Sonntag, 5./6. Januar, um 17 Uhr zu sehen. Der Filmpalast bietet außerdem ein Silvesterkonzert, das um 17 Uhr live aus der Berliner Philharmonie übertragen wird. Daniel Barenboim dirigiert die Berliner Philharmoniker und ist Solist bei Mozarts Klavierkonzert D-Dur.

Von Hans-Martin Koch