Montag , 19. Oktober 2020
Der Maler Leonhard Aschenbrenner stellt in der St. Nicolaikirche aus. Foto: ff

Türme ragen aus dem Meer

Lüneburg. Künstlerische Intuition ist für Maler eine feine Sache – „aber mein Vater hat mir gesagt, dass ich zunächst einmal lernen sollte, präzise zu zeichnen“ . Der Vater, das ist der Hamburger Grafiker und Kunstmaler Leonhard Aschenbrenner, Jahrgang 1907. Der Sohn, das ist der Lüneburger Leonhard Aschenbrenner, Jahrgang 1931, der sich ebenfalls Zeit seines Lebens mit Aquarell, Öl und Acryl beschäftigte, auch wenn er im Brotberuf dann doch lieber das Malen (und Lackieren) als Handwerk betrieb. Jetzt stellt der „Junior“ ein kleine Auswahl von Bildern in der St. Nicolaikirche aus.

Im Mittelpunkt stehen die Altstadtkirchen

Die Genauigkeit also ist die Grundlage, zumindest, wenn es um Architekturen geht. Im Mittelpunkt stehen die großen Lüneburger Altstadtkirchen, also St. Michaelis, St. Johannis und eben St. Nicolai. Aschenbrenner hat vierzehn Arbeiten im einheitlichen Hochformat zusammengestellt, die ersten stammen aus dem Jahr 1956, die meisten aus den kreativen Rentner-Jahren. Zu sehen sind (bis Anfang November) die aus dem Häusermeer herausragenden Türme. Dabei verzichtet der Maler in der Regel auf dramatische Effekte und lässt Lüneburg wirken, erst die Einbettung der Kirche in das stimmige Stadtbild führt zu dem gewünscht Ausdruck altehrwürdiger Harmonie. ff