Mittwoch , 23. September 2020
Foto: Canham

Entschieden anders

Lüneburg. Fango, das ist dieser vulkanische Heilschlamm, in Lüneburg aber auch der Name für eine andere Form des Wohnens. Fango nennt sich das Wagendorf am Orts ende Richtung Vögelsen. Es ist ein Ort, in dem Toleranz gelebt wird und zugleich einer, der Toleranz verlangt von denen, die das entschieden Andere fürchten und darum ablehnen. Zum Bauwagen-Leben ist ab morgen, Freitag, 19 Uhr im blaenk am Alten Kran bis 15. April eine kleine Ausstellung zu sehen. Stefan Canhams Fotoserie „Fango“ will unter anderem vermitteln, wie sich die Wagen-Architektur wandelnden Bedürfnissen der Bewohner anpassen lässt.

Ort utopischen Potenzials

Canham begreift das Wagendorf als „Ort utopischen Potenzials“, was wie auf dem Foto allerdings auch zu Wildwuchs führen kann. In ihrem zwölfminütigem Fotofilm „Substandardwohnen“ nähert sich Yule von Hertell dokumentarisch und zugleich autobiographisch einer Lebensweise, die sich offensichtlich als belastbar behauptet. „Meine Wohnform ist vielleicht doch nicht nur eine Jugendphase“, heißt es im Film. Bei der Eröffnung will Timo Griegoleit „einige wesentliche Fragen“ über das Leben im Bauwagen beantworten. oc