Dienstag , 27. Oktober 2020
Joscha Blachnitzky alias Joh Lowmax (links) ist mit einer Band zurzeit in Deutschland unterwegs. Foto: nh

Quest One: HipHop und positive Energie

Lüneburg. Der Musiker Joscha Blachnitzky alias Joh Lowmax geht einen eigenwilligen Weg, und wenn es sein soll, lebt er eben zeitweise von dem, was er als Straßenmusiker einnimmt. Auf der anderen Seite der Medaille ruft der Lüneburger weltweite Musikprojekte ins Leben. The Mainstream war so eins, mit drei Alben und 500 Konzerten, die bis nach Südamerika und China führten. Die Band ist Geschichte. Blachnitzkys aktuelles Bandprojekt heißt Quest One, kommt aus Los Angeles und ist gerade in good old Germany gelandet. Die Basis der Band ist HipHop, die Botschaft ungewöhnlich: kein Motherfacka-Gangsta-Rap, sondern der Blick auf eine Welt, deren Erhalt eine feine Sache ist.

Joscha Blachnitzky, der auch beim Gespräch im Café nicht ohne seine Wollmütze sitzt, spricht viel von Energiefeldern. Er hat mit den Kollegen aus Kalifornien offensichtlich eines gefunden und angezapft. Er nennt das Projekt „conscious HipHop“. Also eine Form bewusster Musik, die etwas Positives verbreiten will. „Mehr Licht in die Welt bringen, in kleinem Maß“, sagt Blachnitzky. Oder simpel und wahr mit einem Song wie „Make peace, not war“.

Mehr Licht in die Welt bringen

Es ist in der Popmusik oft so, dass einer einen kennt, der einen kennt und da könnte man doch mal. . . So kamen die Rapper, die Sängerin und der Lüneburger, der für leisere Klänge steht, zusammen. Quest One ist schon recht weit, die Band hat in Hollywoods Solar Power Plastic Plantstudio ein Album aufgenommen. Dass es ein gutes wird, lässt sich (http://questonemusic.com/) schon hören und im Video sehen.

Blachnitzky gewann starke Verbündete. Er schrieb einfach mal per Facebook Robert Carranza an, den Produzenten von Jack Johnson und vierfachen Grammy-Gewinner und gewann ihn tatsächlich als Unterstützer. Noch einer spielt eine Rolle, ein Ex-Manager der Fugees. 2017 bringt Quest One ein von Carranza mitgemixtes Album heraus, „und im nächsten Jahr werden wir dann hoffentlich auch viel in den USA unterwegs sein“, sagt der 34-jährige Lüneburger Gitarrist, Sänger und Songschreiber.
Jetzt ist die Band, an der Blachnitzky/Lowmax seit drei Jahren bastelt, erst einmal in Lüneburg, es ist der erste Deutschland-Aufenthalt seiner Band-Kollegen. Joscha Blachnitzky hat ein kleines Programm mit Konzerten erarbeitet, eine Backing Band zusammengestellt. Zu ihr zählen Johannes Luster an den Drums, Samir Shedid am Bass und Jannik Petersmann an der Gitarre.

Konzert im Salon Hansen

Sie sind mit ihrem sonnigen HipHop in diesen Tagen viel in Schulen unterwegs, haben bei Hamburg1 einen TV-Auftritt und werden im Salon Hansen spielen, am Donnerstag, 24. November, um 21 Uhr, Einlass: 20.30 Uhr; einen support soll es auch geben. Vielleicht, nach Bock und Wetterlage, machen sie auch mal auf der Straße Musik. Das Konzert im Salon ist eine Kooperation, präsentiert von „E-Ventschau goes to town“. E-Ventschau, das ist das kleine, feine Sommer-Open-Air, das kommt 2017 wieder.
Von Hans-Martin Koch