Samstag , 31. Oktober 2020
Therapie heißt der nächste Abend im Lüneburger Theater, das Solo mit Constanze Marienfeld ist morgen, Donnerstag, zu sehen. Foto: tamme/theater

Eine kleine Anerkennung

oc Lüneburg/Hannover. Ist es der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein? „Es ist immerhin ein Zeichen“, sagt Lüneburgs Theaterintendant Hajo Fouquet. Das Land Niedersachsen wird für die kommunalen Theater zusätzlich 400000 Euro bereitstellen. Das hat die Haushaltsklausur der Regierungsfraktionen von SPD und Grünen ergeben. „Es ist sicher nicht das, was benötigt wird, es ist eine kleine Anerkennung“, sagt die Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers (SPD). Wunschziel der Theater im Land waren 2,5 Millionen Euro.

Schröder-Ehlers hatte sich mit Miriam Staudte (Grüne) dafür stark gemacht, die finanziell klammen kommunalen Theater besser aufzustellen. Wie berichtet, braucht allein das Theater Lüneburg ein Plus von 400000 Euro, um ein bedrohliches Defizit auffangen zu können. Das Defizit staut sich auf, weil von 2005 bis 2011 in den Zuschüssen des Landes Tarifsteigerungen eingefroren waren und die Etats der Theater darüber schmelzen ließen.

„Erst nachdem im Dezember-Plenum der Haushalt beschlossen ist, kann entschieden werden, wie sich die Summe auf die einzelnen kommunalen Theater aufteilt, da die Bedarfe sehr unterschiedlich sind“, heißt es in einer Erklärung von Staudte und Schröder-Ehlers. Rufen alle kommunalen Bühnen des Landes ihren Anteil ab, blieben 80000 Euro für Lüneburg. Das ist aber alles noch Theorie, auch die Frage, ob Stadt und Landkreis als kommunale Gesellschaftler des Theaters die gleiche Summe aufbringen mögen bzw. können. Am 4. Dezember tagt der Aufsichtsrat des Theaters Lüneburg.

„Wir werden die Diskussion fortsetzen“, verspricht Andrea Schröder-Ehlers. Intendant Fouquet ist zumindest in einer Hinsicht froh: „Es ist gut, dass sich etwas bewegt.“ Er weist zugleich auf die zurzeit sehr gut besuchten Vorstellungen im Haus hin, „wir haben im ersten Viertel der Saison ein Plus von fast 3000 Besuchern.“