Montag , 21. September 2020
Die beiden Schauspieler Nilam Farooq und Edin Hasanovic bei der Verleihung der First Steps Awards in Berlin. Quelle: imago images/APress

First Steps Awards: Frauen räumten die meisten Trophäen ab

Bei den First Steps Awards in Berlin wird jedes Jahr der filmische Nachwuchs ausgezeichnet. Der vom verstorbenen Produzenten Bernd Eichinger und UFA-Chef Nico Hofmann ins Leben gerufene Preis ist mit insgesamt 117.500 Euro dotiert und wird von vier Jurys in neun Kategorien verliehen.

Zu den Jurymitgliedern gehört unter anderem Drehbuchautorin und Regisseurin Laura Lackmann, die statt einer Maske ihre langen Haare vor dem Mund zusammengebunden hatte. “Ich hatte zu Hause keine passende Maske zu meinem Kleid und musste mir spontan etwas einfallen lassen”, sagte sie zum RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Schauspieler Fabian Busch (“Spurlos in Marseille”) war mit dem Fahrrad zur Location Säälchen gekommen. “Ich wohne in Friedrichshain und brauche nur eine Viertelstunde mit dem Rad hierher”, erzählte er dem RND. Busch hatte sich im Alter von 15 Jahren bei Castings beworben, obwohl er keine Schauspielausbildung hatte. Regisseur Wolfgang Kohlhaase gab ihm dann seine erste kleine Filmrolle in “Inge, April und Mai” (1992).

Auch Schauspielkollege Edin Hasanovic (“Skylines”) erinnerte sich an seine ersten Schritte in die Schauspielbranche. “Ich war mit einem Kumpel auf der You-Messe in Berlin. Da wurde ihm ein Flyer für einen Castingaufruf in die Hand gedrückt. Der hat ihn nicht interessiert, aber mir ist damals das Herz in die Hose gerutscht”, verriet Hasanovic und lachte.

Die knapp zweistündige Verleihung wurde von Schauspielerin Nilam Farooq (“Contra”) moderiert. Zu den Preisträgern gehörten unter anderem Anne Thieme für “Interstate 8” in der Kategorie Kurz- und Animationsfilm, Constanze Klaue für “Lychen 92” (Mittellanger Spielfilm) und Sandra Wollner für “The Trouble with Being Born” (Abendfüllender Spielfilm). Steven Sowah wurde als bester Schauspieler mit dem Götz-George-Nachwuchspreis für den Film “Dreck” ausgezeichnet.

Von Thomas Kielhorn/RND