Anzeige
Eddie Van Halen hat Musik-Geschichte geschrieben, die nach ihm und seinem Bruder benannte Band feierte Welterfolge. Quelle: Carlos Osorio/AP/dpa

Der „Mozart der Rockgitarre“: Das legendäre Schaffen des Eddie Van Halen

New York/Los Angeles. Der Rockstar und Gitarrenvirtuose Eddie Van Halen ist tot, wie eine Person aus dem Umfeld der Familie erklärte. Der Musiker erlag demnach am Dienstag einem Krebsleiden. Er wurde 65 Jahre alt. Er war Mitglied der Hard-Rock-Band Van Halen, die ab Ende der 1970er Jahre gemeinsam mit anderen Gruppen den Disco-Sound aus den Charts verdrängte. Das Erfolgsalbum „1984“ enthielt Klassiker wie „Jump“, „Panama“ und „Hot for Teacher“.

Das Magazin „Rolling Stone“ führte Eddie Van Halen auf Platz 8 seiner Liste der 100 größten Gitarristen. Er war bekannt für sein atemberaubend schnelles Spiel und seine kreative Innovation, die die Band seinerzeit zu einer der größten in der Rockwelt werden ließen. Von ihm kam auch das feurige Solo in Michael Jacksons Hit „Beat It“. Sein Solo dauerte 20 Sekunden, er brauchte für die Aufnahme lediglich eine halbe Stunde. Und er nahm dafür kein Geld, sondern wollte Produzent Quincy Jones einen Gefallen tun.

Seine 1974 im kalifornischen Pasadena gegründete Band bestand aus ihm und seinem Bruder Alex Van Halen, Sänger David Lee Roth und Bassist Michael Anthony. Sie wurde 2007 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Van Halen war Autodidakt und konnte fast jedes Instrument spielen, aber keine Noten lesen. Er war klassisch ausgebildeter Pianist, der zugleich einige der markantesten Gitarrenriffs in der Rockgeschichte schuf. Er wanderte aus den Niederlanden in die USA ein und galt als einer der größten amerikanischen Gitarristen seiner Generation. Bei Michael Jacksons „Beat It“ spielte Van Halen das Gitarrensolo.

„Eddie hat das Lächeln zurück in die Rockgitarre gebracht“

Gitarrist Mike McCready von Pearl Jam sagte dem „Rolling Stone“ einmal, Van Halens Song „Eruption“ vom selbstbetitelten Debütalbum aus dem Jahr 1978 zu hören sei, als ob man zum ersten Mal Mozart höre. „Er bekommt Töne hin, die nicht unbedingt Gitarrentöne sind - viele Obertöne, Strukturen, die einfach durch die Art, wie er zupft, passieren“, sagte McCready.

„Du hast unsere Welt verändert. Du warst der Mozart der Rockgitarre“, schrieb Nikki Sixx von der Band Mötley Crüe auf Twitter. Lenny Kravitz fügte hinzu: „Der Himmel wird heute Abend elektrisch sein.“

„Eddie hat das Lächeln zurück in die Rockgitarre gebracht, zu einer Zeit, als alles ein bisschen brütend wurde“, sagte Joe Satriani, ebenfalls ein Virtuose der Rockgitarre, 2015 dem Magazin „Billboard“. „Außerdem hat er einer Million Gitarristen in der ganzen Welt eine Menge Angst eingejagt, weil er so verdammt gut war. Und originell.“

„Du hast unsere Welt verändert. Du warst der Mozart der Rockgitarre“, schrieb Nikki Sixx von der Band Mötley Crüe auf Twitter. Lenny Kravitz fügte hinzu: „Der Himmel wird heute Abend elektrisch sein.“

„Eddie hat das Lächeln zurück in die Rockgitarre gebracht, zu einer Zeit, als alles ein bisschen brütend wurde“, sagte Joe Satriani, ebenfalls ein Virtuose der Rockgitarre, 2015 dem Magazin „Billboard“. „Außerdem hat er einer Million Gitarristen in der ganzen Welt eine Menge Angst eingejagt, weil er so verdammt gut war. Und originell.“

RND/dpa