Objekte des britischen Streetart-Künstlers Banksy sind in Weilburg ausgestellt. Quelle: Antje Helbig/Rosenhang Museum/dp

Banksy lockt Tausende Besucher in hessische Kleinstadt

Weilburg. Der geheimnisumwitterte Streetart-Künstler Banksy hat in den vergangenen Wochen einem Museum in der mittelhessische Kleinstadt Weilburg zahlreiche Besucher beschert. Die Ausstellung mit dem Titel „Who the Fuck is Banksy“ habe bislang fast 10.000 Besucher angezogen, berichtete Michael Schultz, Chefkurator des privaten Rosenhang Museums. Das seien in etwa so viele wie in einem ganzen Jahr. Die im September eröffnete Schau sollte bis 22. November laufen, das Museum ist aber derzeit wegen des Teil-Lockdowns geschlossen. Möglicherweise könne die Schau verlängert werden, man sei derzeit mit den Leihgebern von Exponaten im Gespräch.

Das auf zeitgenössische Kunst ausgerichtete Weilburger Museum zeigt verschiedene Banksy-Arbeiten, darunter Plattencover, und hat sie als Installation in einem „urbanen Kunstkäfig“ arrangiert. Begleitet wird die Ausstellung von regelmäßigen Posts in den Sozialen Medien.

Kultur in der Provinz treibt an

Angesichts der Lage des Museums jenseits der großen Städte müsse man sich überlegen, wie Besucher angezogen werden könnten, sagte Schultz. Entsprechend sei man auf die Idee gekommen, sich Banksy zu widmen. Es mache Spaß und treibe an, Kultur in die Provinz zu bringen.

Banksys Identität gibt Rätsel auf. Bekannt ist, dass der Künstler aus Bristol im Südwesten Englands stammt und Ende der 90er Jahre nach London kam. Einen Namen machte er sich mit gesellschaftskritischen und meist kontroversen Motiven, die oft überraschend auftauchen.

RND/dpa