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Wohlfühlkino vom Feinsten: Catherine Frot spielt unter Regie von Pierre Pinaud die Titelrolle im Film "Der Rosengarten von Madame Vernet" Quelle: picture alliance / Photoshot

Wohlfühlkino mit Catherine Frot – „Der Rosengarten von Madame Vernet“

Blühende Rosenfelder sollten gute Laune machen. Nicht so bei Eve Vernet (Catherine Frot mal wieder umwerfend). Das Geschäft der einstigen Blumenkönigin des Burgund steht vor der Pleite. Eine internationale Großzüchterei bedroht ihr Blumenparadies und kassiert seit acht Jahren den begehrten Preis der „Goldenen Rose“, weil sie sich keinen Stand auf der Messe leisten kann.

Als ihre Assistentin drei von jedem Botanikwissen unbeleckte Helfer aus einem Resozialisierungsprogramm engagiert, entpuppt sich das als Glücksfall. Mit ihrer kriminellen Energie helfen sie Eve aus der Patsche.

Pierre Pinaud inszeniert liebevoll und mit leisem Witz die Geschichte von David gegen Goliath, bei der Einbruch und Diebstahl einer seltenen Züchtung beim Konkurrenten schließlich einem guten Zweck dienen – nämlich dem Überleben ihres Betriebs. Dabei verknüpft er Sinnlichkeit und Duft der Blumenwelt mit der Leidenschaft einer Rosenzüchterin in ihrem Kampf gegen die Vernichtung von Familientraditionen durch mächtige Konzerne.

Die leichte Komödie mit sozialem Tiefgang verzaubert durch berauschende Farbenpracht, sanfte Poesie, Charme und viel Gefühl, obendrauf kommt noch eine Portion Beharrlichkeit und Humor. Ganz schön entspannend, dieses Feel-Good-Movie.

„Der Rosengarten von Madame Vernet“, Regie: Pierre Pinaud mit Catherine Frot und Melan Omerta, 94 Minuten, FSK 6

Von Margret Köhler/RND