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„Asterix"-Autor Jean-Yves Ferri. Quelle: Sabine Glaubitz/dpa

Schurke namens Coronavirus: „Asterix“-Autor hatte aber keine Vorahnung

Berlin. So mancher Comicleser hat den „Asterix“-Autor Jean-Yves Ferri im vergangenen Jahr als einen düsteren Propheten wahrgenommen. Grund ist die Covid-19-Pandemie. Ferri hatte nämlich schon 2017 in dem Band „Asterix in Italien“ einem Schurken den Namen „Coronavirus“ verpasst. „Einige Leute dachten, das sei eine Vorahnung gewesen, dass ich das Coronavirus angeblich habe kommen sehen. Aber es ist absolut nicht so“, sagte Ferri der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. „Das Coronavirus ist ja eine Familie von Viren, die es schon vorher gegeben hat. Ich habe einfach aus einer Liste von Viren eines ausgewählt, das sich böse anhört, und es genommen.“

Im deutschen Band heißt der Schurke Caligarius

Übersetzer Klaus Jöken übernahm damals übrigens diesen Namen nicht, weil sich im Deutschen eine bessere Möglichkeit auftat: Der Schuft heißt in der deutschen Fassung Caligarius. Im Interview der Deutschen Presse-Agentur erläuterte Jöken: „Der Name erinnert einerseits an Doktor Caligari, das ist der erste Bösewicht im deutschen Film überhaupt. Gleichzeitig ist das auch ein lateinisches Wort, nämlich für „Schuhmacher“. Und weil diese Comicfigur der Rennchampion im römischen Rennteam war, passte das wie die Faust aufs Auge.“

An diesem Donnerstag erscheint der neue Band „Asterix und der Greif“.

RND/dpa