Donnerstag , 20. Januar 2022
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Im Dezember erscheint das neue Kinderbuch von Autor Marc-Uwe-Kling (Archivbild). Quelle: Henning Kaiser/dpa

Neues Buch von Marc-Uwe Kling: „Das Neinhorn und die Schlangeweile“

Hamburg. Es darf wieder gemotzt und laut „Nein!“ geschrien werden: Das Neinhorn ist zurück. Das schlecht gelaunte Einhorn aus dem hübschen Herzwald hat bereits Hundert­tausende Erwachsene und Kinder begeistert. 2019 erschien „Das Neinhorn“ von Marc-Uwe Kling. Es wurde schnell zum Kultkinderbuch, dem Hamburger Carlsen-Verlag zufolge verkaufte es sich mehr als 650.000-mal. Nun darf das motzende Tier mit dem bunten Schweif neue Abenteuer erleben und sich dabei auch mit der „Schlangeweile“ herum­schlagen.

Kling schreibt in „Das NEINhorn und die SchLANGEWEILE“ erneut seinen Figuren mithilfe ihres Namens Eigenschaften zu. So wird der schwerhörige Waschbär zum WASbär, die recht­haberische Prinzessin zur Königs­DOCHter und die gelangweilte Schlange eben zur SchLANGE­WEILE. Auf die trifft das Neinhorn, nachdem es keine Lust mehr auf Streit mit der Königstochter hat. Und es verzweifelt schier an dem störrischen Tier.

Für Groß und Klein

In dem 54-seitigen Buch hüpft Kling mit seinen Worten wie auch schon im ersten Buch mit Witz und Lässig­keit durch die Seiten. So manche Sprüche („Schon mal was von ‚mein Tanzbereich – dein Tanzbereich‘ gehört?“) sind dabei wohl auch für die Großen gedacht. Und die entdecken sicherlich auch in den Haupt­figuren nicht wenige Eigenschaften ihrer Kinder, Nichten und Neffen oder Enkel.

Für die Großen ist das Buch hier und da zudem auch ein durchaus heraus­forderndes Vorlese­vergnügen. Immerhin gilt es, die Stimme entsprechend zu verstellen und alle Figuren charaktergerecht zu vertonen. Das führt in der Regel aber auch zu enormem Kicherspaß bei den Zuhörern.

Band zwei ist ein wenig länger als das erste „Neinhorn“-Buch. Gleichzeitig gibt es aber auch mehr zucker­watte­wolkige und muffelige Bilder von Illustratorin Astrid Henn, mehr Anregungen für die Fantasie und eine kleine Liebes­erklärung an die Freundschaft und das gemeinsame Genießen. Das macht nämlich am Ende doch mehr Spaß als allein gelangweilt herum­zuhängen oder sich von Miesepetern die Laune verderben zu lassen.

RND/dpa