Donnerstag , 1. Dezember 2022
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Rammstein-Sänger Till Lindemann. Quelle: Marina Lystseva/TASS/dpa

Rammstein als Glamourband: harte „Zick Zack“-Riffs und Kritik am Schönheitswahn

Berlin. Sonst gibt sich die Band um Sänger Till Lindemann gern knallhart. Für das Video zum neuen Song „Zick Zack“ hat sich Rammstein in eine Siebzigerjahre-Glitter- und Glamourband verwandelt. Als zweite Auskopplung vom neuen Album „Zeit“, das am 29. April herauskommen soll, veröffentlichten die Berliner das Stück um Schönheitswahn und plastische Chirurgie am Donnerstag auf ihren Social-Media-Kanälen. Zudem kündigte die Band per Posting ein eigenes Hochglanzmagazin an.

Für „Zick Zack“ haben sich die sechs Musiker vor ergrautem Publikum mit Strickzeug und Rollator nicht nur in Glamourklamotten à la Gary Glitter geworfen. Gesichter und Körper sollen auch so aussehen, als hätten sie ebenso umfassende wie misslungene Schönheitsoperationen hinter sich. Eine Gesichtshälfte Lindemanns gerät während des Stückes völlig aus der Form. Der Sänger hilft sich schließlich selbst mit Tacker und Klebeband.

Musikalisch ist der Song geprägt von harten Gitarrenriffs, begleitet von prägenden Synthesizerphrasen. „Typisch Rammstein“, war oft unter den ersten Reaktion zu lesen. „Die Jungs haben es gemacht. Gute alte harte Riffs sind einfach perfekt!“

„Zick Zack, Zick Zack, schneid das ab“

Lindemann singt dazu militärisch eingängig „Zick Zack, Zick Zack, schneid das ab“, „Wangen straffen, Jochbein schnitzen / Sondermüll in Lippen spritzen“ oder „Botox rein, bis ins Gehirn“, an melodiöseren Stellen heißt es etwa „Wer schön sein will, der muss auch leiden / Eitelkeit ist nie bescheiden“.

Das Album konnte auch entstehen, weil die Band den zweiten Teil der Europa-Tour coronabedingt mehrfach schieben musste. Auf der Bühne soll es im Mai weitergehen. Der Auftakt der Deutschland-Konzerte ist am 20. und 21. Mai 2022 in Leipzig.

RND/dpa