Mittwoch , 30. September 2020
Das Werk von Van Gogh wurde Ende März gestohlen. (Symbolbild) Quelle: Boris Roessler/dpa

Neue Spur im Fall des gestohlenen Van Gogh-Gemälde: Fotos aufgetaucht

In den Niederlanden wurde Ende März Van Goghs Bild „Frühlingsgarten“ aus einem Museum gestohlen. Nun sind Fotos aufgetaucht, die neue Hinweise geben könnten.

Amsterdam. Im Fall des aus einem niederländischen Museum gestohlenen Gemäldes von Vincent van Gogh gibt es eine neue Spur. Von dem Bild tauchten nun Fotos auf, die die Tageszeitung „De Telegraaf“ am Freitag veröffentlichte. Auf den Fotos sieht man die Vorder- und Rückseite des Gemäldes sowie die Titelseite der „New York Times“ vom 30. Mai 2020. Experten gehen davon aus, dass es sich um das Original handelt. Denn auf der Rückseite des Gemäldes befinden sich einzigartige Kennzeichen. Die Polizei untersucht die Fotos.

Das Bild „Frühlingsgarten. Der Pfarrgarten von Nuenen“ aus dem Jahre 1884 war in der Nacht zum 30. März aus dem Museum Singer-Laren in der Nähe von Amsterdam gestohlen worden. Das Werk mit einem Wert von mehreren Millionen Euro war eine Leihgabe des Groninger Museums.

Fotos sind Detektiv zugespielt worden

Die jetzt veröffentlichten Fotos waren nach dem Bericht der Zeitung zunächst dem auf Kunstdiebstähle spezialisierte Detektiv Arthur Brand zugespielt worden. „Das Bild ist leicht beschädigt, aber es sieht sonst noch gut aus“, sagte Brandt dem „Telegraaf“. Der Kunstdetektiv vermutet, dass die Diebe in kriminellen Kreisen einen Käufer suchten.

Auf den Fotos ist auch das niederländische Buch „Meisterdieb“ zu sehen, über einen spektakulären Brand von Gemälden von Vincent Van Gogh aus dem Amsterdamer Van Gogh Museum 2002. Diese Bilder waren 2016 in Italien in der Villa eines Mafia-Bosses gefunden worden.

Van Gogh hatte “Frühlingsgarten” im Garten seiner Eltern gemalt

Van Gogh (1853-1890) hatte „Frühlingsgarten“ im Garten seiner Eltern in dem südniederländischen Ort Nuenen gemalt. Dort war sein Vater Pfarrer.

Der Direktor des Groninger Museums, Andreas Blühm, reagierte gegenüber der Nachrichtenagentur ANP erleichtert: „Einerseits tut es weh, aber es ist auch eine Erleichterung. Das Gemälde gibt es noch.“

RND/dpa