Wann werden wieder Stadien im Chor Rolling-Stones-Klassiker mitsingen? Einstweilen verlegen sich Mick Jagger (l.) und Keith Richards auf den Bereich Tonträger. Die aktuelle Single erscheint demnächst als Tonträger, ein komplettes Album soll folgen. Quelle: Evan Agostini/Invision/AP/dpa

The Rolling Stones – Corona-Single bald zum Anfassen

Mit dem Song “Living in a Ghosttown” beschrieben die Rolling Stones Einsamkeit und Langeweile im Lockdown. Mit den Lockerungen erscheint der Song jetzt auch für die alten Stones-Fans als CD und auf buntem Vinyl. Er ist der Vorbote für das lange erwartete neue Stones-Album.

Das neue Album hat noch immer keinen Veröffentlichungstermin. Immerhin erscheint jetzt aber die Corona-Single der Rolling Stones in fester Form – auf Vinyl und als Maxi-CD. Die Sammler von Rolling-Stones-Musik, altersmäßig eher den physischen Tonträgern zugeneigt, können sich “Living in a Ghosttown” ab 26. Juni in ihr Plattenregal stellen.

Bunte Platten für eine graue Zeit

Bunte Platten für eine graue Zeit: Der Song, den die dienstälteste Rock-’n’-Roll-Band in der Corona-Krise herausbrachte, erscheint bei allen Plattenhändlern und -versänden in orangefarbenem Vinyl. Im Rolling-Stones-Shop können sich Sammler noch eine lilafarbene Variante bestellen. Außerdem gibt es eine One-Track-CD-Single. Brachten die Stones auf früheren Singleveröffentlichungen klassische B-Seiten (Outtakes, die nicht auf das jeweilige Album kamen), Live- und Maxiversionen unter, bleibt es diesmal beim Hit.

“Living in a Ghosttown” handelt davon, wie sich das Leben im Lockdown der Corona-Krise anfühlt. Den Song, der bei den Sessions für das geplante neue Stones-Album eingespielt wurde, gab es bereits zu Beginn der Pandemie, er wurde aber textlich auf die Situation abgestimmt. Die erste Veröffentlichung der Band aus Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Ronnie Wood seit dem Bluescoveralbum “Blue and Lonesome” (2016) beklagt Einsamkeit und Langeweile. Der Puls des Lebens wird vermisst.

Die Downloadsingle kam in Deutschland bis auf Platz 22

Das Bluesrockstück mit Reggae-Feeling wurde am 23. April nur als Download veröffentlicht. Es kam auf Platz 1 der iTunes-Charts und stieg in Deutschland bis auf Platz 22 in den offiziellen Singlecharts. In Großbritannien, der Heimat der Band, kam es lediglich auf Platz 63.

Rolling-Stones-Gitarrist Ronnie Wood ist derzeit auch in eigener Sache unterwegs. Am 9. Juli soll die Doku “Ronnie Wood – Somebody up There Likes Me” in den Filmtheatern starten. Der Film erzählt seine Musikerkarriere von den Birds (nicht zu verwechseln mit den amerikanischen Byrds) über die Faces bis hin zu den Rolling Stones.

RND/big