Ernst und Menschlichkeit

Barbara Vollmer auf ihrem Hof Randlage in Haar. (Foto: privat)

Barbara Vollmer auf ihrem Hof Randlage in Haar. (Foto: privat)

Haar. Sie lebte für ihre Kunst, aber immer auch für die Kunst von anderen. Auf ihrem Hof Randlage im Amt Neuhaus gab sie Gastkünstlern Raum, sie engagierte sich im Bund Bildender Künstler und erwarb sich bleibende Verdienste beim Kunstverein Region Dahlenburg, in dem sie siebzehn Jahre als stellvertretende Vorsitzende viele Weichen stellte. Jetzt ist Barbara Vollmer mit 67 Jahren plötzlich gestorben.

1996 erwarb Barbara Vollmer einen alten Bauernhof in Haar, nannte ihn Hof Randlage. Studiert hatte die 1953 in Hamburg geborene Malerin und Zeichnerin von 1976 bis 1982 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, und in ihrer Heimatstadt saß sie auch mehrere Jahre im Vorstand des Bundes Bildender Künstler.

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Gedenkausstellung auf Hof Randlage

In ihrer Kunst entwickelte Barbara Vollmer, häufig von Figürlichem ausgehend, mit einer individuellen Form abstrahierter Gegenständlichkeit Bilder von hoher Intensität und Tiefe. Offenheit in der Fläche, in der Regel zurückhaltende Farbgebung und Reduktion in der Zeichnung sind einige Typika ihrer Kunst. Aus Ölmalerei, Zeichnung und Collage spricht eine zutiefst humane, ernste Sicht auf Mensch und Schöpfung. Viel ist in den Bildern vom Wesen der Landschaft ihres Lebensmittelpunktes zu finden.

Vielleicht war Barbara Vollmer immer etwas zu leise, blieb ihre Kunst so in der öffentlichen Beachtung hinter der ihr innewohnenden Qualität zurück. Wahrgenommen wurden Werk und Wirken Vollmers aber schon: 2011 erhielt sie mit Angelika Kohlstedt den Dr.-Hedwig-Meyn-Preis der Stadt Lüneburg.

Der Kunstverein Region Dahlenburg möchte, so die Vorsitzende Christiane Kause, wenn es denn möglich ist, über Pfingsten eine Gedenkausstellung auf Hof Randlage gestalten. Pfingsten gehörte Barbara Vollmer seit Jahren zu den Künstlern, die als Niedersachsen-Gäste an dem landesweiten Mecklenburg-Vorpommern-Projekt „Kunst offen“ teilnahmen.

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