Samstag , 19. September 2020
Immer wieder kritisch: Die Sicht von Autofahrern auf den Ochtmisser Kirchsteig ist wie hier bei der Einmündung der Straße Am Wildgehege sehr eingeschränkt. (Foto: be)

Spiegel für mehr Sicherheit

Lüneburg. Die Ecke ist tückisch. Weil die Sicht auf den Ochtmisser Kirchsteig durch einen Pfeiler stark eingeschränkt ist, müssen Autofahrer, die aus der Straße Am Wildgehege auf den Kirchsteig einbiegen wollen, weit vorfahren – und werden damit zu einer Gefahr für Radfahrer. SPD-Ortsratsmitglied Jens Kiesel will die Stelle und eine weitere in Ochtmissen entschärfen. Es ist bereits sein zweiter Versuch.

„Besonders im morgendlichen Berufsverkehr und vor Schulbeginn kommt es oft zu gefährlichen Situationen“, so Kiesel. Zwar habe es noch keinen ernsthaften Unfall gegeben, lediglich Auffahrunfälle durch plötzliches Zurücksetzen von Autofahrern, die einen Zusammenstoß mit Radfahrern vermeiden wollten. Doch dazu will Kiesel es auch gar nicht erst kommen lassen: „Viele Ochtmisser sorgen sich um ihre Sicherheit und die ihrer Kinder und bitten um einen Verkehrsspiegel, um die gefährliche Situation zu entschärfen.“ Denn Bemühungen, mit dem Eigentümer des Grundstücks eine Lösung zu finden, seien immer wieder ins Leere gelaufen.

Spiegel bieten nur Schein-Sicherheit?

Einen zweiten Spiegel fordert Kiesel mit seinem Antrag für die kommende Ortsratssitzung am Montag, 31. August, für den Billungweg. Die dortige 90-Grad-Kurve sei so eng und so schlecht einsehbar, dass es auch dort immer wieder zu brenzligen Situationen mit Entgegenkommenden komme.

Die Stadtverwaltung als Adressat des Antrags hat entsprechende Wünsche der Ochtmisser bisher allerdings abgelehnt. Ihr Argument: Verkehrsspiegel täuschten eine Schein-Sicherheit vor, vor allem bei Dunkelheit im Winter. Jens Kiesel kann dieses Begründung nicht nachvollziehen: „Auch an anderen Stellen in Lüneburg gibt es Verkehrsspiegel, warum also nicht auch in Ochtmissen?“

Ein weiteres Thema im Ortsrat ist die Neuwahl der Schiedspersonen für die Amtsperiode 2021 bis 2025. Die Sitzung findet ab 19.30 Uhr im Schützenhaus an der Vögelser Straße statt.

Von Ulf Stüwe