Freitag , 25. September 2020
Mit einem tödlichen Schuss endete der Ausbruch der Kuh, die Anfang August für Schlagzeilen in der LZ gesorgt hatte. (Foto: privat)

Vastorf: Ausgebüxte Kuh lebt nicht mehr

Vastorf. Mit einem tödlichen Schuss endete der Ausbruch der Kuh, die Anfang August für Schlagzeilen in der LZ gesorgt hatte. Unzählige Versuche des Landwirtes und seiner Helfer zuvor, das Tier einzufangen und lebend in den Stall zurückzubringen, waren fehlgeschlagen. Im Einklang mit Behörden und der Polizei sah der Landwirt nach eigenem Bekunden schließlich keine andere Möglichkeit mehr, als das Rindvieh mit einem gezielten Schuss durch einen Jäger zur Strecke zu bringen.

„Die Gefahr war einfach zu groß, dass die Kuh plötzlich über im Bereich des Reinstorfer Kreuzes über die Bundesstraße 216 läuft und einen schweren Unfall verursacht, bei dem im schlimmsten Fall Menschen verletzt oder gar getötet worden wären“, berichtet der Viehhalter auf LZ-Anfrage. „Ich hätte sie gerne nach Hause geholt, aber das war nicht möglich.“ Auch Tierschützer rührte das Schickal der Kuh, ein Gnadenhof hatte sogar angeboten, das Tier auf seine Weiden zu stellen.

Wie berichtet, war die zwei Jahre alte Rot-Bunte ausgebüxt, als sie mit anderen auf eine Weide getrieben werden sollte. „Da ist sie einfach durch die Zäune gerannt und war total verbiestert“, erinnert der Landwirt.

Der tödliche Schuss auf die Kuh ereignete sich bereits vor etwa zwei Wochen. „Eigentlich wollte ich das gar nicht mehr in der Öffentlichkeit vermelden“, berichtet der Landwirt im Gespräch mit der LZ und nennt seine Überlegungen dabei: „Grund sind die vielen negativen Posts in den sozialen Medien, denen ich mich in den vergangenen Tagen und Wochen ausgesetzt sah.“ Jetzt hofft der Vastorfer, dass endlich wieder Ruhe einkehrt in der Ostheide. kre