Freitag , 25. September 2020
Foto: Michael Behns

Hoffnung auf Weihnachtsmarkt bleibt

Lüneburg. Adventszeit in Lüneburg ohne den Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus und die weihnachtlichen Angebote Privater über die Innenstadt verteilt? Das soll, so es denn irgendwie corona-sicher möglich ist, nicht sein. Darüber bestand Einigkeit in der Runde, die Oberbürgermeister Ulrich Mädge zu einem Austausch in die Musikschule geladen hatte. In einer Pressemitteilung heißt es nun: Greifbar sei noch nichts, bilanzierte Mädge. Doch die Verwaltung habe ihre Überlegungen vorstellen und sich die der anderen Beteiligten anhören wollen. Im Laufe der Woche gebe es weitere Termine dazu auf Landesebene, er glaube allerdings nicht, dass das Land vor Ende September entscheide, insofern stünde jede Planung unter Vorbehalt.

Die Stadt möchte allen Beteiligten die Planung erleichtern, sie erhebe deshalb keine Standgebühren für öffentliche Flächen bis Jahresende. Die Lüneburg Marketing GmbH unterstütze und berate zum Beispiel bei Hygienekonzepten und Zugangskontrollen. Noch steht nicht fest, ob hier Systeme mit QR-Codes, Chipkarten oder Online-Ticketing das Mittel der Wahl sein können. Und auch die Vergabemodi für die öffentlichen Flächen müssten noch einmal neu festgezurrt werden.

Engstellen sollen vermieden werden

Die Rechtslage sehe so aus: Noch mindestens bis Ende Oktober seien Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen verboten. Indes gebe es Signale von der Landesspitze, dass unter bestimmten Voraussetzungen weihnachtliche Märkte erlaubt werden können, wenn sie nicht länger als vier Wochen dauern und es Zugangskontrollen gibt – um im Corona-Fall zurückverfolgen zu können, wer sich dort zusammen aufgehalten hat. Engstellen sollen aus Gründen des Infektions- wie des Brandschutzes möglichst vermieden werden.

Was das für die kommende Adventszeit in der Stadt heißen kann, stellten Mädge und Sicherheitsdezernent Markus Moßmann der Runde vor, zu der neben privaten Marktbetreibern und Schaustellern auch Vertreter von Lüneburg Marketing GmbH (LMG) und Lüneburger Citymanagement (LCM), der Wochenmarktbeschicker sowie der örtlichen Ver- und Entsorger gehörten.

Die Eckpunkte:

  • Flächen entzerren, dezentrale Flächen möglichst mit einbeziehen, gern im Rundlauf,
  • Fußgängerzonen von Ständen freihalten,
  • Flächen für ein entspanntes Verweilen und Verzehren schaffen, wo das möglich ist.
  • Das städtische Angebot auf dem Marktplatz könnte voraussichtlich maximal um die 20 Stände umfassen, das wäre etwa die Hälfte der sonstigen Kapazität, und nur eine begrenzte Besucherzahl zeitgleich aufnehmen. Aufgebaut im Einbahnstraßenprinzip sollten Verweilflächen in der Mitte der Runde erkennbar eingerichtet werden.
  • Hinzu kämen (wiederum reduziert) wenige Stände vor der IHK.
  • An der neu gestalteten Bardowicker Straße könnte eine Fläche für bis zu neun Stände vergeben werden;
  • Gegebenenfalls könne auch über andere Flächen beraten werden, etwa am Schrangenplatz, am Lambertiplatz, im Kurpark, vor dem Museum Lüneburg, auf der Bastion (Liebesgrund), wenn sich dort interessierte Betreiber fänden.
  • Der Platz Am Sande solle für Linien- und Touristenbusse, die Sülzwiesen fürs Parken von Autos freigehalten werden.
  • Von den Sülzwiesen aus soll es nach Möglichkeit einen Busshuttle in die Stadt geben.

Der Bereich Ordnung sei erster Ansprechpartner für private Marktveranstalter und erreichbar (04131) 3093276. lz

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